Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
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während der Blüthezeit anhaltend feuchte Witterung herrſcht, wodurch die Befruchtung geſtört wird.

Fn geringer Menge hat dieſe Krankheit wohl nicht viel zu bedeuten, iſt ſie aber häufig vorhan» dey, ſo kann ſie oft ſehr widrigen Einfluß auf die Geſundheit der Menſchen haben, beſonders bey dem armen Landvolke, welches viel Noggenvrod zu eßien pfleget.

Das einzige Vorbeugungsmittel dagegen iſt, daß man durch reiſen und tro&nen Saamen, und durch kraftvollen gut vorbereiteten Acer, für das Gedeihen

der Saat möglichſt Sorge trage, indem jede Pflanze' immer deſto weniger von der Misgunſt der Witterung

zu befürchten hat, je kraftvoller ſie iſt. QS. 175-

Die Natur, dieſe thätigſt fürſorgende Mutter, ſchuf zwar weder Unfräuter, noch Ungeziefer, da nicht3, was ihre wohlthätige Hand hervorbrachte, zwelos, ſondern Alles, in Hinſicht auf das Ganze, gut und zwe&mäßig iſt. Relativ aber, und mit beſon- derer Rüſicht auf dieſen oder jenen Gegenſtand der Landwirthſchaft, iſt manche Pflanze ein ſchödliches Un- kraut, manches Thier ein ſchädliche3 Ungeziefer/ welche unter andern Umſtänden, und in anderer Hinſicht, wahrhaft wohlthätig ſeyn können, und oft wirk» lich ſind.

So iſt z- B. die VogelwiFe ein äußerſt ſchäße bares Futterkraut auf unſern Wieſen, auf unſern Sidern aber ein ſehr läſtiges Unkraut. So iſt die Quede eine der zwe&mäßigſten und wirkſamſten der