Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
193
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wenig beptrage, und das Übel, wenn er es nicht ſelbt erzeugt, wenigſtens ſehr vermehre, und verſtär» pe, iſt mir nach meinen Erfahrungen höchſt wahr- ſcheinlich. Erſtere Krankheit beſonders fand ich immer am Häufigſten auf verwahrloſeten und ſchlecht gelege- nen Feldern. Man ſorge daher nebſt gutem, vollig tro>nem, und ohne die mindeſte Erhißung und Gäh»- rung bis zur Ausſaat aufbewahrtem Saamen, auch für zwe&mäßig gelegenen und ſorgfältig behandelten und gepflegten Aker, und überlaſſe alles Beißen und Tändeln ſolchen Leuten, die nichts Beſſeres zu thun ' haben.;

Ob, und in wie ferne, nicht auch etwa die At- moſphäre dieſe Krankheiten hervorzubringen, oder wenigſtens zu befördern vermöge, wage ich mir wohl nicht zu beſtimmen. Allein wären wir über dieſen Punkt auch noch ſo im Klaren, ſo würde es uns doch nur wenig nüßen, da wir den Lauf der Witterung nicht in unſerer Gewalt haben, und uns daher von dieſer Seite ſo Manches gefallen laſſen, und mit Geduld und Gleichmuth ertragen müſſen.

52.1710

Das Mutterkorn(Clavus gecalinus) auch Afterkorn, Hungerkorn, und Hahnen- fporn genannt, eine Krankheit, die dem Roggen ausſchlüßlich eigen iſt, und die in einem von Außen bläulich» ſchwarzen, von Innen troFenen und ſchwam- migen- ein ſchmußig- weißes Mehl enthaltenden, et» wa 1/2 Zoll langen, hornartigen harten Auswuchſe beſteht, erzeugt ſich nac) Th aer wahrſcheinlich, wenn

Grundſ, der Feldk. 2, Tl. 15