VER 0. VI Lb.
Von der Cultur der Cerealien.
FG. 121.
Lie der allgemeinen Benennung von Cerealien verſtehe ich hier älle jene Gewächſe, deren mehlreiche und nahrhaſte Saamen theils uns ſelbſt, theils un- ſerm Viehe zur Nahrung dienen.
Sie theilen ſich von ſelbſt, und ihrer Natur nach» in zwey Unterabtheilungen, nämlich in Getreide, und Hülſenfrüchte, Erſtere gehören=- das ein» zige Heidekorn ausgenommen== ſämmlich zu der Fä- milie der- Gräſer, und. tragen ihre Saamen in Ähren oder Niſpen/ auf einem Halme; letztere gehören ſaämmt- lich zu der 17-ten Klaſſe des Lineiſchen Syſtems, oder zu der ſogenannten Dyad elphie, und haben das- her alle ſchmetterlingformige Blüthen, denen dann etwas ſpäter Hülſen folgen, in denen die Saamen- körner eingeſchloſſen ſind, daher ſie denn auch den Namen der Hülſenfrüchte erhalten haben.
Eben in Hinſicht auf dieſe in der Natur ſelbſt gegründete Abtheilung, ſo wie in Hinſicht auf das, wa3 jedem Landwirthe von der Cultur der Cerealien noch überdieß zu wiſſen nöthig iſt, trage ich den
Grundſ, der Feldk. 2, Th«+ 1


