Gegenſtand dieſes Kapitels in ſolgenden vier Ab- ſchnitten vor:
1.) Von der Cultur des Getreides.
2.) Von der Cultur der Hülſenfrüchte.
3.) Von der Ernte, Reinigung, und Aufbewah- rung der Cerealien.
4.) Von den Unfällen der Cerealien, ſowohl auf dem Felde, als auf dem Speicher.
A. Von der Cultur des Getreides-
FG. 122.
Getreidearten, die in unſerm Klima fortkommen, und gebauet zu werden pflegen, und von denen wir da- her auch hier zu handeln haben, ſind: der Weitzen, der Spelz, der Noggen, die Gerſte, der H a- fer, der Mais, die Hirſe, und das Heide- korn.
Sämmtliche Getreide ſind zwar einjährige Pflan- zen, die nämlich in eben demſelben Jahre, in welchem ſie geſäet werden, auch zur Reife gelangen, da jedoch einige derſelben in unſerm und allen ähnlichen Kli- maten zu ſpät reifen, und zu unvollkommene Früchte bringen würden, wenn man ſie erſt im Frühlinge be- ſtellen wollte, ſo fieng man an, dieſelben im Herbſte des vorhergehenden Jahres auszuſäen, damit ſie ſich noch vor Winters beſto>en, und hierdurch einen Vor- ſprung erlangen können. Vorzüglich geſchieht dieß mit
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