“
=. 3 ir
dem Weißen, dem Spelz/ und dem Noggen, die auch wirklich auf dieſe Art die beſten und einträglichſten Ernten geben. Sie werden daher auch gewöhnlich unz ter der allgemeinenBenennung Wintergetreide ver- ſtanden, ob es gleich einige Arten dieſer Getreidefrüchte giebt, die auch im Frühlinge gebauet werden können. Das übrige Getreide rechnet man zum Sommerge- treide, weil es= eine einzige Gerſtenart ausgenom- men, die als Wintergetreide im Herbſte beſtellet wird== unſern Winterfroſt nicht aushalten würde, und folglich immer erſt im Frühlinge gebauet wird.
Weſentlichen und botaniſchen Unterſchied giebt es zwiſchen dem Sommer- und Wintergetreide der name lichen Art, gar keinen, ſondern es iſt in dieſer Hinſicht Alles bloß auf die zur Natur gewordene und tief ein- gewurzelte Gewohnheit, im Frühlinge oder Herbſte gebauet zu werden, gegründet- Eben daher kann auch jedes Wintergetreide in Sommergetreide, und umge» Pehrt, jedes Sommergetreide, wenn es nur den Win» terfroſt auszuhalten vermag/ in Wintergetreide um- gewandelt werden; wobey man jedo< ſehr allmählig zu Werke gehen, und ſich zuvor auf einem kleinen Fle>e derley umgeänderten Saamen verſchaffen muß, wenn man nicht in Schaden gerathen will.
Q.: 123. Weitrtien Der Weitzen(Triticum cereale, oder triti-
eum vulgare; ungr. Büza; franz. Froment; engl- Wheat;)/ welcher, je nac< den Umſtänden des Bo-
1.,*


