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venannt wird, iſt eine Krankheit, die zwar: vorzugs- weiſe den Weißen befällt, oſt aber auch andere Pflan- zen, inſonderheit die Gerſte, die Hirſearten, und den Mais, heimſuchet, und nicht ſelten ſehr großen Ver- luſt und Schaden verurſachet, Die Saamenkörner ſind bey dieſer Krankheit gar nicht vorhanden, ſondern man findet an ihrem Plate bloß einen äußerſt ſeinen ſchworzbraunen Staub, dem Nuße ähnlich, den die Flamme abzuſeßen pfleget.
GS. 172.
Der Krebs(carbo, earbuneulus) welcher auch unter den Namen Kornbrand, Steinbrand,' Krebsbrand, und Epigtbrand vorzukommen pfleget, iſt eine dem Weiten deynahe ausſchließlich eigene Krankheit, die mit der vorigen Feineewegs zu verwechſeln iſt. Das Korn. behält dabey mehrentheil8 ſeine Geſtalt und Form, obgleich die Subſtanz deſſel» ben mehr oder weniger verdorben, und durch einen braunen ſtinkenden Staub erſeßt iſt.=- Der Krebs iſt um ſo ſchädlicher, da das Getreide nur ſehr ſchwer, und beynahe nie vollkommen», davon gereinigt werden kann, daher es denn auch, wenn er in größerer Menge vorhanden iſt, oft durchaus unbrauchbar wird.
S. 173.
Da dieſe beyden erſterwähnten Krankheiten oft ſehr vielen Schaden verurſachen, ſo hat man ſich ſeit undenklichen Zeiten den Kopf darüber zerbrochen, wie ihnen denn wohl vorzubeugen wäre. Man hat daher Beigßungen ohne Zahl und ohne Ende, mit Kalk, mit


