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Das Erfrieren oder Aus3wintern der Saaten hat ſeinen Grund nicht ſowohl in der Heſtig- Feit des Froſtes ſelbſt, als in dem Manzel des S.gnees im Winter, und in der abwechſelnden Temperatur der Witterung gegen das Frühja3r hin, da oft meyrere Tage hinter einander die A>eikrume während des Ta- ges aufthauet, und bey der Nacht wieder zuſriert, wodurch zuleßt die GetreidepJanzen ſammt ihrer zan- zen Wurzel aus dem Boden geyobven, und von Erde entblößt werden, ſo daß ſie verwelken müſſen, Dieß geſchieht gewöhnli<y bey ſe9r flacher AFerkrume, da die nur ſeicht eindringenden Wurzeln ſehr wenig Halt- barfeit in dem Boden haben. Das beſte Mittel dage- gen iſt daher, den Boden allmählig zu vertiefen, d. i.
- den Ader bisweilen zu einer größern, als gewöhnli-
<en Tiefe, zu pflügen, und bis zu dieſer Tiefe gehö» rig mit Dünger zu befruchten, damit die Pälanzen mit ihren Wurzeln ſo tief in den Boden dringen mögen, als dieß ihnen nur immer, vermöge ihrer Natur, mög=- lich iſt, Bey dieſer Vorſicht wird man ſelten von dem Auswintern etwas zu beſorgen haben.
FS. 105.
Das Verſcheinen und Verbleichen der Saaten, da ſie nämlich Anfangs gelb, und zulegt dürre werden, und abſterben ,/ pflegt ebenfalls auf flachem und ſeichtem Boden, theils von ſpäten Nacht- froſten und Reifen im Frühjahre, theils von anhal- zender Dürre zu entſiehen. Auch gegen dieſes Übel iſt


