Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
183
Einzelbild herunterladen

realien/ im Allgemeinen geſagt wurde, noch Folgen- des zu bemerken:.

Die Erbſen, die Linſen, und die Wien, wer- den am gewöhnlichſten bloß mit der Grasſjenſe gemägt, und ohne in Garben gebunden zu werden, augeſcho- ' bert, und nach Hauſe gefayren.

Die breitwürfigen und unbehaFten Bohnen wer- den am zwe&mäßigſten angemähet, und dann in Gar- ben gebunden, ſo wie es oben beym Wintergetreide, wenn ſold)es gemähet wird, empfohlen werden.

Die gedriüten oder in Reihen geſäeiten und be- ha&ten Boynen, können, des durch das Anyäufen entſtandenen ungleichen Bodens halber, bioß mit der Sichel abgeerntet werden.

Die Fiſolen werden am gewöhnlichſten ſammt deo Wurzel ausgerauft.

Überhaupt, hat man aber bey der Ernte ſämmt- licher Hülſenfrüchte vorzüglich gute und tro>ne Witte- rung zu wählen, und dieſe möglichjt zu benugen, da, mit dieſe Früchte, wenn ſie einmal abgeerntet ſind, auf keinen Fall naß werden. Denn fährt man ſie im ſeuchten Zuſtande nach Hauſe, und taſſet ſie ſofort auf, ſo läuft man leicht Gefahr, daß ſie anfaulen x wodurch wenigſtens das gute Futterſtroh zu Grunde geht, wenn nicht ſogar auch das Korn angegriffen wird; läßt man ſie aber auf dem Aer bis ſie gehörig kbtromnen: ſo ſpringen gewöhnlich die Hülſen auf, - und der größte Theil der ſchönſten und reifſten Kör- - ner geht verloren-

Bey der Aufbewahrung der Erbſen und Linſen hat man vor Allem die möglichſte Sorgfalt anzuwen-