Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
182
Einzelbild herunterladen

---- 132==

und. verdirbt. Dieß oſtmalige Umſchaufeln wird um ſo nothiger, wenn etwa der Mais ſogleich na der Ernte abgeförnet, und in dieſem Zuſtande auſgeſchüt»- ter würde. Dieß iſt daher. auch immer zu widerrathen, es müßten denn beſondere und eigene Umſtände dazu einladen.

Die Abkörnung des Mais wird am beſten erſt unmittelbar vor dem Gebrauche oder Verkaufe vor- genommen. Sie geſchieht bey kleinen Quantitäten da- durch, daß man zwey Fruchtkolben fo lange an einan- der reibet, bis ſie ſich ihrer Körner entledigen. Geht es manchmal etwas ſchwerer, ſo kann man allenfalls ein altes Meſſer zu Hülfe nehmen. Bey großen Quan- titäten wäre dieß aber zu umſtändlich. Dieſe können daher, mittelſt des Dreſchflegels, wie anderes Ge- treide ausgedroſchen werden. Da jedoch durch das Dreſchen manches Korn ganz unvermeidlich zerquetſcht wird, ſo halte ich folgende Methode, die eben ſo Arbeit fördernd iſt, und dabey reinere Arbeit machet, für noch vorzüglicher: Man befeſtigt'an dem Innern eines großen Bottichs, ganz gegen den obern Rand deſſelben, um und um verſchiedene alte Meſſer- Senſe» und Sichelklingen, an denen die umher ſitenden oder ſiehenden Arbeiter die Maiskolben abreiben, da denn 59a3 Korn von ſelbſt in den Bottich fällt, die leeren Kolben aber bey Seite geworfen werden.

G. 102»

Tn Betreff der Hülſenfrüchte, iſt außer dem, was hier vom Getreide, und überhaupt von den Ce-