Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
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Roggen, der ſehr gut gerieth, Nur muß der Aer bey ſolcher Beſchaffenheit, immer deſto fleißiger bear- beitet werden, damit der Boden lo>er genug ſür den Noggen werde, auch muß er ja nicht tief liegen, da- mit er nicht etwa von zu vieler Feuchtigkeit leide, die der Roggen durchaus nicht verträgt, ob er gleich von der Säure weniger als der Weigtzen«leidet.

In Betreff des Humusgehaltes, nimmt der Rog» gen freylich zur Noth mit ärmerem Boden vorlieb als der Weigen, auf nahrungsreicherm Boden liefert er jedoch eben ſo wie der Weigen, oder jedes andere Getreide, reichlichere Crnten als auf armen, weil er ſich alda mehr beſto>et, und daher mehr Halme und Ühren treibet.

Der Roggen wird entweder in die reine Brache, oder nach den bey dem Weiten erwähnten Vorfſrüch- ten, mit Vortheil gebauet, Außerdem pflegt er noch -- beſonders auf ſandigem Boden=- nach Heidekorn und Spergel ſehr gut zu gerathen. Nach einem andern Getreide, ſo wie nach Kartoffeln, ſollte er zwar außer dem Nothfalle, eben ſo wenig wie der Weiten, geſäet werden, doch verträgt er dieß weit beſſer, und iſt überhaupt gegen die vorhergehenden Früchte weit we- niger empfindlich, wie dieſer.

Die Saatzeit des gewöhnlichen RNoggens fängt ſich am beſten mit halben September an, und kann ohne Bedenken bis Ende Oktobers ausgedehnt werden, Ja im Nothfalle kann man ſogar im November, oder wohl gar im Winter bis in den Februar hin, bey offenem Boden, noc< immer Roggen ſäen. Nur ver- 'geſſe man in ſolchem Falle nie, die Ausſaat'gehörig zu