Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
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verſtärken, weil zur BeſtoXung die beſte Zeit vorüber iſt. Vor der Hälfte Septembers aber iſt es immer auch nicht rathſam gewöhnlichen Noggen. zu bauen, weil er ſonſt ſehr leicht noch vor dem Winter in Ühren ſchießt, wodurch ſein Ertrag vermindert wird.

Ganz anders verhält es ſich aber in dieſer leßtern Hinſicht mit jener beſtändigen Abart des Roggens, die man wegen ihrer großen Neigung ſich zu beſio>en, Staudenroggen(ungr. Szapora ro2s) zu nen- nen pfleget. Dieſe Art Noggens muß vorſäßlich ſehr frühe, wo möglich noch Ende Auguſts, oder ſpäteſtens Anfangs Septembers geſäet werden, damit ſie zu ih- . rem Triebe ſich auszubreiten, und das Feld zu über- ziehen ,/ hinlängliche Zeit gewinnen könne.

Die Beſtellung de3 Roggens geſchieht auf die nämliche Art, wie die des Weigens, mit dem einzigen Unterſchiede, daß es nie rathſam iſt, den Noggen un» terzuadern, weil dieſe Getreideart nur eine ſehr ge» ringe BedeXung mit Erde verträgt.

Die Quantität der Ausſaat ilt beym Roggen ek» was geringer, wie beym Weigen, nicht nur, weil der Saame merklich kleiner iſt, ſondern auch, weil ſich der Noggen(ſelbſt der gemeine) faſt noc< mehr wie der Weißen zu beſtauden pfleget. Das richtigſte Ber- hältniß ſcheint mir das zu ſeyn, wenn man 7 Metzen gemeinen Roggen3 auf eine Fläche ſäet, auf die man vom Weiten 9 Metßen ſäen würde, Vom Stauden- roggen braucht man, theils der frühen Ausſaat wegen, die er verlangt, und theils ſeines mächtigen Beſto>ungs» triebe3 wegen ,/ noch beträchtlich weniger,