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auch der übrigens ſchönſte Weißen äußerſt an ſeinem Werthe verliert, ſo pflegen ſorgfältige Leute ſich nicht ſelten die ungeheure Mühe zu nehmen ,/ die Saat durch das Jäten von. dem Unkraute zu befreyen. Da jedoch dieß auf dem A>er immer eine äußerſt mühſame und zeitverſplitternde Arbeit, und bey größerer Ausdehnung des AFerbaues gar nicht möglich iſt, ſo iſt und bleibt e3 immer das rathſamſte, einen mit Unkraut bewach- ſenen WeißenaFer ganz kahl mit Schaafen abzuwei- den, ſo daß, wo möglich, nicht eine einzige Unkraut?- pflanze übrig bleibe. Hat man dieß gehörig vollführt, und den Aer, wie oben erwähnt, tüchtig durchegget, ſo wird der Weitzen bald ſelbſt, und durch eigene Kraft, des etwa noch übrigen Unkrauts Meiſter werden.
Die Witterung anlangend, iſt dem Weiten, wäh» rend ſeiner ganzen Vegetation(die einzige Blüthenzeit ausgenommen), von der Saatbeſiellung an bis zur Reife, ein feuchtwarmes, in der Blüthe aber ein troFene3 warmes Wetter am zuträglichſten.*)
Die Ernte des Weigens wird vorgenommen, ſo bald die Körner jenen Reifegrad erlangt haben, daß ſie, zwiſchen den Nägeln der Finger zuſammengepreßt, keinen Milchſaft mehr fließen laſſen. Länger, und his zu völliger Reife ſämmtlichen Weitens, zu warten, wäre immer eine ſchlechte Wirthſchaft, weil man die Ernte doch nicht in einem Tage beendigen kann, und weil, bey überreif gewordenem Weigen, die Winde leicht großen Schaden anrichten können, beſonders, wenn eine gähe Hitze auf regneriſche Witterung folget, Um
*) ſ: Thaer's Grundſ, der rat, Landw,


