Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
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man ſchon im vorhergehenden Winter oder Herbſte aus der allzugroßen Geilheit der Saat ſchließen, doß dieſelbe ſich bey fortrü&>endem Wachsthume lagern werde, ſo iſt es noch beſſer, das Vorbeugungsmittel des Abweidens ſchon im Winter bey ſtarkem Blach- ſroſte vorzunehmen, und dagegen im Frühjahre die neue Vegetation durchaus mit dem Viehe zu ver- ſchonen.

So wie man aber den zu üppigen Saaten durch das Schröpfen und Abweiden Hülfe leiſtet, ſo kann man oft den zu ärmlichen und kümmerlichen Weißen- ſaaten dadurch aufhelſen, daß man ſie im Frühjahre, etwa im Monath May, bey etwas feuhtem Wetter; mit Taubenmiſt und Steinkohlenaſche überſtreuet. Hierdurc) werden fie oft laut Schwerzens 3 Zeugniß ſo verbeſſert, daß ſie nach einigen Wochen gar nicht mehr pennbar ſind.

Findet ſich unter dem Weiten einiger Rogget/ welches wohl gewöhnlich der Fall zu ſeyn pfleget, ſo muß derſelbe, da eben deſſen Ühren über dem Weigert empor zu ragen beginnen, entweder ganz ausgejätet, oder es müſſen deſſen Ähren abgeſchnitten werden. Dieſe Operation, welche man hier zu Lande das u- tern(ungr. irtäs) nennt, wird wohl kein ſorgfälti- ger Landwirth unterlaſſen, weil ſonſt der Weißen eine wohlfeilere und minder verkäufliche Waare wird.

Giebt es unter der Weitzenſaat viel Unkraut, be- ſonders aber Raden oder Wachtelweißen, wodurch

*)(. Shwerz Anl, zur Kenntniß der belg« Landwirthſ<aft,