Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
13
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ſchaften Teutſchlands dieſe Arbeit für ſo wichtig la!- ten, daß ſie dieſelbe unter keinem VBorwande unter- laſſen, ja daß ſie Jeden für einen ſaumſeligen und ſorgloſen Wirth halten, der ſie unterläßt.*)

Wenn der Weißen in ſeiner erſten Jugend ein ſo Üppiges Wachsthum verräth, daß ſpaterhin deſſen Lagern zu beſorgen wäre, ſo wird er ,. um dieſes zu verhindern, entweder geſchröpft(öſterr. geſagert) oder abgeweidet. Das Schröpfen geſchieht entweder mittelſt der Sichel oder"der Senſe, und zwar dann, wenn der Weiten ſchon einige Höhe erreicht hot, ohne je- doch ſchon in Ähren zu ſchießen, wobey man jedoch immer ſehr Acht zu geben hat/ daß, mit den abzu- ſchneidenden üppigen Weigenbladen, nicht auch zugleich das die fünftige Ühre enthaltende Herz der Pflanzen ergriffen werde, wodurch auf jeden Fall die Saat zu- rügeſeßt, und die Ernte vermindert würde. Das Ab- weiden der Saat ,' welches unter allem Viehe; am beſten und zwe&mäaßigſten mit den Schaafen geſchieht, wird, ſo bald der AFer. hinlänglich tro>en iſt, wo möglich, noch im März vorgenommen ,/ wobey man vor» züglich dafür zu ſorgen hat, daß dieß Abweiden nicht etwa allmählig und wiederholte Male geſchehe, ſon- dern daß der ganze AFer, durch möglichſt viele darauf gebrachte Schaafe, in möalichtt kürzeſter Zeitfriſt, rein bis auf den Boden abgefreſſen werde, dann aber ſorgfältigſt von allem Viehe verſchont bleibe. Kann

*) Dieß thun vorzüglich die Me>lenburger. ſ. Thaer's Grundſ. der rat, Landw. und Einl zur Kenntzs niß der engl, Landw.