vortrefflich gerathe. Es ſcheint alſo bloß eine ganz ei» gene, bisher noch nicht hinlänglich erflärliche Anti» pathie des Weitens gegen die Kartoffeln zum Grunde zu liegen, warum er nach dieſen nie recht ſortfom- men will.
Nach Gerſte geräth der Weiten äußerſt ſchlecht; no< ſchlechter aber nach Wintergetreide aller Art, und am allerſchlechteſten nach ſich ſelbſt. Hafer iſt zwar eine etwas minder ſchädliche Vorfrucht für den Weiten, doch iſt auch deſſen Anbau unmittelbar vor demſelben nicht leicht anzurathen; und immer bleibt es eine wahre Regel, daß der Weiten(den einzigen Mais ausgenommen) nie nach Getreide, und am aller- wenigſten nach Wintergetreide folgen ſoll.
Waz3 die Zeit der Ausſaat des Weigens betrifft, ſo glaubt man hier zu Lande gemeiniglich, daß es am beſten ſey ,/ denſelben vom halben September bis halben Oktober, oder, wie die Bauernregel lautet, von 14 Tagen vor/ bis 14 Tage nac) Michaelis zu ſäen. Jh fand indeſſen immer am beſten, denſelben, ſo viel möglich, gleich in den erſten Tagen des Septem- bers in die Erde zu bringen, und hatte keine Urſache von dieſem Verfahren abzugehen. Da jedoch ſämmt- licher Weigen nicht leicht in einem zu kurzen Zeitraume beſtellt werden kann ,/ und da man nicht ſelten die Saat, auch der Witterung wegen, weiter hinaus zu ſchieben gezwungen iſt, ſo kann man überhaupt an- nehmen, daß in unſerm Klima die beſte Saatzeit des Weitens der Monath September vom Anfange bis zu Ende iſt, und daß man dieſeibe im Nothfalle noch bis halben Oktober ausdehnen kann. Später aber


