follte.- Eben fo verliert die Wolle aber auch an' Qualikät,"wenn sie, so lang sie auf dem Viey sikt, ihres natürlihen Fettes beraubt wird. Sie wird durch öfteres Naß und Troc>kenwerden spröde, verliert Glänz; Milde und'den sanften Griff, also auh an Werth, Die Favrikanten sehen auf die Sanftheit mehr, als auf die eigentliche Feinhoit der| Wolle, und mit Recht, weil man sie auch am Tuche am meisten und mehr als leßtere| schöst,| Auch drückt der Regen Staub und andere Unreinigkeiten, wel<e das Fett auf der Oberfläche des-Vließes zurü&hält, na< und nac tief in- dasselbe hinein, und erschwert die Wäsche außerordentlich.| Endli< muß man seine Aufmerksamkeit auß auf den Weg, den das| S<hafvieh aus der Schäferey zur Weide nehmen muß, vichten. Je we- niger staubig er ist, je beßer ist es, denn der Staub verunreinigt micht nur die Wolle,| fondern schadet ihr auch besonders dadurch, daß er ihr das--Fett entzieht, indem er es| einsaugt.=- Daher ist es sehr gut, wenn der Weg mit Rasen überwachsen oder mit;J Steinen befahren ist 7 oder wenn er dur einen schattigen Wald geht, denn da ist mei« stens weniger Staub, der Wind hat keine Gewalt und die Luft ist frisch und gesund.| Wenn der Weg über freye Felder und Triften geht, und die bloße Erde oben auf liegt, so bildet sih da eine Menge Staub und das Vieh wird bey windigem Wetter von dem- selben oft ganz überdeXt. Daß der Weg die gehörige Breite haben muß, versteht sih von selbst; alle Pfüßen und naßen Stellen müßen auf demselben ausgetro>net und mit Steinen bede>t Werdens
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6, 65: Einige Regeln beim Tränken und Weiden.
2. Es darf nicht der Willführ des Schafmeisters überlaßen bleiben, wann er im Frühe jahr die Hutweide zu besuchen anfangen soll; sondern der Beamte hat ihm dieß aufzutragen. Zu dem Ende muß dieser aber auch, sobald anhaltend schöne Früh- lingswitterung einfällt, die Trift genau untersuchen, ob dieselbe bereits vollkommen abgetroFnet und gut begrünt istz Findet er dieß, dann ordnet er das Austreiben an, und die Huthweide wird von nun an regelmäßig mit dem Vieh besucht(aus- genommen bez widrigem Wetter), bis die Stoppelfelder auf einige Zeit eine Ab- wochslung gewähren; hört die Behütung derselben auf, dann behütet man wieder
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