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Die Standesherrn des Grossherzogtums Hessen und ihre Rechtsverhältnisse in Geschichte und Gegenwart / vorgelegt von Gustav Heyer, Gerichtsaccessist in Darmstadt
Entstehung
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B. Das Amt Wörth mit der Stadt Wörth und dem Dorf Trenfurt.)

C. Der Löwenstein'sche Anteil an Kirch-Beerfurt. 5)

D. Das zwischen Löwenstein-Wertheim und Erbach-Schönberg gemeinschaft- liche Amt Breuberg, bestehend aus:

1) Cent Neustadt mit Breuberg(Schloss), Neustadt(Stadt), Raibach; Wolfen, Arnheiten, Hardt(Tlöfe).

2) Cent Höchst mit Höchst, Sandbach, Hainstadt, Pfirschbach, Annelsbach, Hummetroth, Forstel, Mümling-Grumbach, Etzen-Gesäss, Rimhorn, Dusenbach, Breitenbach, Mühlhausen, Rosenbach.

3) Cent Kirch-Brombach mit Kirch-Brombach, Langen-Brombach(Breu- berger Seite)), Hombach, Böllstein, Stierbach, Affhöllerbach, Wallbach, Höller- bach mit Schaafhof, Gumpersberg, Ober-Kinzig, Nieder-Kinzig, Birkert(Breu- berger Seite) ¹⁰1, Balsbach, Kilsbach(Hof).

4) Cent Lützelbach: Lützelbach, Wiebelsbach,(Lützel-Wiebelsbach), Breiten- brunn, Kimbach, Vielbrunn, Ohrenbach(Hof), Haingrund, Seckmauern ¹), Hain- haus(Schloss); Hengmantel, Bremhof, Brunnthal, Angelhof(Töfe).

Die Grafen von Erbach, ¹* nämlich: II. Der Graf zu Erbach-Schönberg mit seinen sämtlichen Besitzungen:

1) Amt König mit König, Fürstengrund, Kannengiesserheckenhof.

2) Amt Schönberg mit Schönberg, Elmshausen, Hohenstein, Gadernheim, Lautern, Ober-Raidelbach, Unter-Raidelbach, Gronau, Zell, Wilmshausen, Reichen- bach, Rimbach, Lützel-Rimbach, Minschbach, Zotzenbach, Unter-Mengelbach. ¹³)

III. Der Graf zu Erbach-Erbach mit folgenden Besitzungen: ¹⁴)

*) Durch einen zwischen Hessen und Baden am 5. Oktober 1806 abgeschlossenen Vertrag war u. a. bestimmt worden, dass der Grossherzog von Baden»seinen Rechten auf beide Ortschaften, welche für immer die Souveränität des Grossherzogs von Hessen anerkennen sollen«, entsagt. Winkopp,»Der Rheinische Bund«, Band II, pag. 106. Siehe unten S. 13. Beiträge zur Statistik des Grossherzogtums, Band XIII, pag. 10, No. 297. Nach dem gleichen Vertrag überliess der Grossherzog von Hessen dem Grossherzog von Baden die Souveränität über den Flecken Klein-Heubach, über welchen sich in Gemässheit der Rheinbundsakte die Souveränität des Grossherzogs von Hessen erstrecken sollte.

Siehe unten S. 13.

³) Der andere Anteil gehörte Erbach-Erbach. In déem Anmerkung 7 erwähnten Vertrag entsagte der Grossherzog von Baden ausdrücklich»allen Ansprüchen, die er auf die Hälfte des Dorfes Kirchbeerfurt machen könnte«. Dasselbe hätte, da zu den auf dem linken Mainufer gelegenen Löwenstein'schen Besitzungen gehörig, unter die Souveränität von Baden kommen sollen.

*) Die»Fürstenauer Seite« gehört Erbach-Fürstenau. Siehe unten S. 4.

¹⁰) Die»Habitzheimer Seite« gehört Löwenstein Wertheim.

¹1) Nach Winkopp,»der Rheinische Bund«, Band II, pag. 310, zühlte der unter hessische Souveränität gekommene Teil der Löwensteinschen Besitzungen 4199 Seelen. Die statistischen Mitteilungen Winkopp's müssen übrigens mit grosser Vorsicht aufgenommen werden, da dieselben sich bei näherer Untersuchung vielfach als lücken- und fehlerhaft oder ungenau darstellen.

¹2) Die einzelnen Ortschaften sind aufgeführt in den Beiträgen a. a. O., pag. 11. Siehe ferner Winkopp, a. a. O., Band II, pag. 310. Winkopp berechnet die Einwohnerzahl der gesamten Grafschaft auf ca. 23 000 Seelen.

¹3) Auf die beiden zu Erbach-Schönberg gehörenden Orte Ober-Kunzenbach und Rischweiler (Ritschweiher) hatte der Grossherzog von Hessen im Vertrag vom 5. Oktober 1806 zu Gunsten des Grossherzogs von Baden verzichtet. cfr. Anm. 7.

¹) Das auf der rechten Mainseite gelegene Amt Eschau oder Wildenstein mit den Orten Hofstädten, Unter-Aulenbach, Wildensee und Wildenstein(Burg und Dorf), welches seitens des Grossherzogs von Hessen als Teil der Grafschaft Erbach in Besitz genommen worden war, sollte nach einem zwischen dem Fürsten Primas und dem Grossherzog von Hessen unterm 26. September 1806 abgeschlossenen Vertrage, künftig unter die Sou- veränität des Fürsten Primas gehören. S. Winkopp a. a. O., Band I, pag. 366. Es kam daher 1810 an das Grossherzogtum Frankfurt und 1816 an Baiern. Vergl. Beiträüge a. a. O., pag. 10 Anm.*.

1*