Adolphseck. 183
unmittelbar unter dem Hohenstein nordwärts auf einem Felsen- vorsprung gelegen ist, dem Greifenstein, sind nur noch Reste der Grundmauern vorhanden.
Wer weiter thalaufwärts will, wird gut thun, den weiteren Weg zu Fuss zu machen. In diesem Falle kehrt man nicht zur Station zurück, sondern wendet sich beim Austritt aus der Burg in das obere Dorf, lässt die Kirche zur Rechten und schlägt bei den letzten Häusern den Weg links ein, der an- fangs über Feld, dann durch niederen Wald bei Kilometerstein 21,6 wieder auf die Chaussee führt. Das Thal behält dauernd den Charakter eines lieblichen, stillen Waldthales mit saftigen Wiesengründen. Bei Tiefenbachs Mühle, eine gute halbe Stunde oberhalb Hohenstein, hemmt abermals eine von Westen vor- springende Bergzunge den Lauf des Baches und zwingt ihn, nach Osten auszuweichen. Die Bahn bildet hier wieder einen Tunnel, aber auch die Strasse pricht sich hier durch den Felsen durch. Am Eingange dieses Durchbruchs das Gasthaus zum Felsenthor, während man am Ausgange einen reizenden Blick zur Rechten in das nach Kemel hinaufführende Seitenthal hat. Oberhalb der Frankenbergmühle flachen die Bergformen sichtlich ab, man sieht, dass man zur Höhe steigt. Nur der Bergrücken am linken Aarufer, dessen Vorstoss gegen den Bach der Felsen von Adolphseck bildet, ragt kräftiger hervor. Die flache Bergzunge, auf welcher das freundliche Dorf liegt, ist nicht nur von dem Eisenbahntunnel und dem Durchlass der Landstrasse, sondern auch von einem Lünstlichen Aararm durchschnitten. Auf dem östlichen Vorsprunge dieses Felsens liegen die spärlichen Trümmer der ehemaligen Burg Adolphs- eck, die früher durch Stauung der sie umgebenden Aar nahezu in eine Wasserburg verwandelt werden konnte. In dem ehemaligen Burggarten, zu welchem man vVon der Land- strasse links biegend gelangt, liegt am Fusse der Burganlage die hübsche Gartenwirtschaft von M. Otto. Die Haltestelle, 29 km, findet sich oberhalb des Tunnels.
31 km Bahnhof Langenschwalbach. Die Bahn hält sich noch im Aarthal; um jenseits der Haltestelle Hahn den Taunus- kamm zu übersteigen, während das berühmte Stahlbad in einem von Westen mündenden Seitenthal sich seinem Namen ent- sprechend lang hinzieht, so dass das Kurhaus vom Bahnhof 25 Min. entfernt liegt.
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