182 Das Aarthal, Hohenstein.
Bergfried, zu welchem 171 Stufen in der ausserordentlich dicken Mauer aufwärts führen, eine prächtige Aussicht dar.
15 km Haltestelle Rückershausen. Das Thal, dessen Ränder sich unterhalb Zollhaus enger zusammengeschlossen hatten, erweitert sich wieder zu der sogenannten Burgschwal- bacher Au.
17 km Haltestelle Kettenbach; auch hier bpleibt die Thal- bildung noch einförmig.
18 km Haltestelle Michelbach. Der Ort birgt sich seit- wärts in einem von Westen einstossenden Nebenthal, nur die Kirche liegt hübsch auf einem Tannenhügel. Die bewaldeten Berge werden höher und felsiger und schliessen sich enger zusammen.
22 km Laufenselden, Haltestelle für das etwa 1 Std. westlich auf der Höhe gelegene gleichnamige Pfarrdorf.
24 km Haltestelle Hohenstein. Gasthaus Zur Burg Hohen- stein, Pension 3,50 Mk., auf niedrigem Bergvorsprung hübsch gelegen. Oberhalb der Haltestelle stösst das Gebirge von Süden her mit einem schroffen und steilen Felsvorsprung vor und zwingt die Aar zu einem weiten Bogen, während die Bahn die thalsperrende Bergzunge in einem Tunnel durchbricht. Auf dem Felsen heben sich hoch und kühn die Ruinen der Burg Hohenstein, welche auch dem dahinter gelegenen Dorf den Namen gegeben hat. Der Weg zu ihr führt von der Station an den Schienen entlang an einem einsam ragenden Schiefer- felsen vorbei, jenseits dessen man rechts und beim Laufbrunnen am Eingange des Ortes links den Berg hinauf biegt. Oben im Sommer gute Restauration; beliebter Ausflugsort für die Kur- gäste von Langenschwalbach.
Erbaut von den Grafen von Katzenelnbogen, die nach ihr seit 1190 auch den Namen von Hoynstein führen, kam die Burg Hohenstein, nach einer Zerstörung wieder aufgebaut, 1479 mit der Grafschaft an Hessen und wurde von Landgraf Moritz wohn- lich eingerichtet. Im dreissigjährigen Kriege wurde sie abermals und zwar bis auf die Grundmauern verwüstet, und nur zum Teil wieder aufgebaut. Trotzdem ist sie eine der imposantesten Burgen des Taunus, an der namentlich anziehend wirkt, wie das Burggemäuer mit dem meist aus Grauwacke und Glimmer- schiefer bestehenden Gestein auf das innigste verbunden ist. Die Thoröffnungen sind zum Teil durch den Felsen hindurch- gesprengt. Von dem kleineren Nordwestturm, in dem man hinaufsteigt, führt ein hoher Verbindungsgang zu dem Haupt- turm, von dem die Aussicht eine weite und grossartige ist. Nur ist zu bedauern, dass man eine Rundsicht nicht gewinnen kann, da die zu hohen Mauerreste nur Durchblicke durch die Oeffnungen gestatten. Von einer zweiten Burganlage, welche


