Teil eines Werkes 
[1] (1902) Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stufen : mit ca. 100 Illustrationen und 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Übersichtskarte / bearbeitet von Heinrich Luerssen, Wetzlar
Entstehung
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Ehringhausen Sinn. 113

das Schloss Eigentum des Fürsten von Solms-Braunfels, der darin eine Erziehungsanstalt für Mädchen besserer Stände unter Leitung einer Oberin eingerichtet hat. 9,9 km Haltestelle Ehringshausen, 174,6 m über N. N. Auch hier befindet sich der Bahnhof auf dem linken Dillufer, während der ansehnliche Ort, 1250 Einw., durch eine Bricke verbunden, auf der rechten Flussseite an der Landstrasse liegt. Ehringshausen, Bahnhofrestauration, Bahnhotel von TII. Wallbruch, nahe dem Bahnhof, Wirtschaft von H. Wallbruch am Ausgange nach Dillheim, ist Sitz einer zum Kreise Wetzlar gehörigen Bürgermeisterei, eines Kgl. Amtsgerichts, dessen neues Gebäude hochragend über dem Orte auf dem Berge liegt, und hat nicht unbedeutende Holzindustrie. Von Ehringshausen Bhrt ein hübscher Weg über die Berge nach Wetzlar(s. 108). Vom Bahnhof folgt man rechts der gepflasterten Strasse Wa 100 Schritte, überschreitet bei der Trajekthahn das Geleise biegt um das Sägewerk links. Der mit Obstbäumen be- zte Feldweg(jenseits des Sägewerks nicht rechts gehen!) eitet in 10 Min. zum Walde, 3 Min. am Walde entlang und ann ziemlich steigend durch den Wald um zwei Schluchten lerum in 15 Min. zum Banzengarten, wo ein Wegweiser links ach Wetzlar, 7 km, weist. Man folge von jetzt an den hwarzen Strichen. Auch ist von Ehringshausen am leich- ten die Dianaburg zu erreichen(S. 108). Von der Haltestelle ohe man links in der Richtung nach der Dillbrücke und an ser vorbei, überschreite das Geleise und gehe gegen den ald zu den schwarzen Dreiecken nach, welche in 1 ³ Std. nauf führen.

13,5 km Haltestelle Katzenfurt; kurz oberhalb Ehrings- misen erblickt man rechts auf dem linken D'illufer das

arrdorf Dillheim mit hübscher Kirchlage.

18,5 km Haltestelle Sinn. Von beidem Stationen führen Wege auf die westlich im Gebirge malerisch gelegene Burg- ruine Greifenstein, zu deren Füssen sich das Dorf Greifen- stein breitet.(Wirthschaften von Simon und Keller). Vom Bahnhofsgebäude Katzenfurt, der Ort selber liegt auf dem linken Dillufer, führen schwarze Punkte auf die Strasse nach Greifenthal, von derselben jedoch gleich rechts direkt auf lie Burg zu. Etwas weiter, gegen 1 ½ Std., ist der durch laue Striche bezeichnete Weg von Haltestelle Sinn aus, ieben der die Gute-Hoffnungshütte mit Hochofen, Puddel- und Walzwerk aufgeführt ist, während das Dorf ebenfalls auf der undern Flussseite liegt. Man geht den Fusspfad am Bahn- Körper entlang, überschreitet beim nächsten Wärterhäuschen die Schienen und verfolgt den Fussweg durch das Feld nach dem Dorfe Fleisbach, jenseits dessen die blauen Striche

Illustr. Lahnführer. 8