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sogenannten Teufelsmühle wieder gewinnt. Für die beschriebene Wegstrecke kann man von Giessen aus auch den Wiesenpfad durch den Hessler(s. S. 50) benützen, welcher beim Bahn- wärterhäuschen gegenüber dem Bergvorsprung auf die Chaussee stösst. Letztere überschreitet um die Bachwiese herumbiegend den Kleebach und führt gerade aus in das obere Dorf Duten- hofen(etwa 1 ½ Std.). Jenseits des Dorfes folgt man der Chaussee etwa 50 Min. und biegt mit den gelben Punkten rechts in den niedrigen Wald auf die alte Giessener Strasse, die man ½ Std. einhält, um dann unmittelbar vor der Stadt links den gelben Zeichen nach an einer Gartenmauer aufwärts wieder auf die Hauptstrasse zu gelangen. Geht man aber ganz der Chaussee nach, welche bald darauf auf die Wetalar- Butzbacher Landstrasse stösst, so trifft man, bevor man thal- abwärts geht, auf das alleinstehende Wirtshaus zur schönen Aussicht oder auch die Charlottenburg senannt, welches von der auf der Hinterseite des Hauses gelegenen Veranda einen prächtigen Blick auf den Stoppelberg und das Nauborner Thal bietet. Von hier abwärts schreitend hat man links eine schöne Aussicht auf das Lahnthal und die Stadt, in welche man durch das Oberthor eintritt.
Wetzlar.
Station der Giessen-Coblenzer und der Giessen-Kölner Bahn, welche sich hier trennen, Höhe über N. N. 152 m, ist Haltestelle für sämtliche Schnellzüge. Die Coblenzer Züge fahren auf dem südlichen Bahnsteig, wo auch die Wetz- lar-Lollarer Linie einläuft, die Kölner auf dem nördlichen ab. Der Bahnhof liegt von der Stadt 20 Min. entfernt.
Gasthöfe: Herzogliches Haus(Besitzerin Frau Treine), in der Stadt am Buttermarkte dem Dom gegenüber gelegen, Hotelwagen am Bahnhof. L. Fr. 2,50 Mk., M. 2 Mk., Pens. 4 Mk., recht gut, bes. gute Küche. Hotel Kaltwasser(Besitzerin Frau Grethen), an der Bahnhofstr. 3 Min. vom Bahn- hof gelegen, L. Fr. 2,25 Mk., M. 1,75 Mk.; Hotel Kessel, unmittelbar am Bahn- übergang mit hübschem Garten, gleiche Preise, beide gut; Hotel Luy, Ecke der Bahnhofstr. und der Strasse nach der neuen Lahnbrücke; Hotel Zum Dom am Buttermarkt.
Weinstuben: G. Ortenbach, Weissadlergasse C. 129, oberhalb des Post- gebäudes, weit bekannt durch gute Weine und feines Essen. Altdeutsche MPeinstube(von Jensen) am Fusse der Domtreppe.
Bierrestaurationen: In allen Hotels mit Ausnahmen des Herzogl. Hauses, wo nur Flaschenbiere geführt werden; ferner Römischer Kaiser am Kornmarkt in der Oberstadt, Deutsches Haus in der Silhöferstr., in beiden auch Zimmer; Alte Post, Brauerei von G. Almenröder. Silhöferstr.; Zum Riesen bei Hufnagel in der Güllgasse(sog. Groschenjakob, gutes Bier und billiges Essen); Wirtschaft von Luw, Brauerei, nahe der Post; Küster, jenseits der alten Lahnbrücke gegenüber der Hospitalkirche, mit glasge- deckter Veranda, welche schöne Aussicht auf Fluss und Stadt gewährt und verschiedene andere.


