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viel besuchte Gartenwirtschaft befindet. Von hier folgt man den gelben Punkten durch den Wald aufwärts und gelangt zuletzt auf einem Treppenweg zu der vor der Pforte gelegenen Terrasse, welche bereits eine schöne Aussicht nach Süden bietet. Das Pförtchen leitet uns in den geräumigen von Ge- bäuden eingefassten Hof, wührend das Hauptthor auf der
— entgegengesetzten Seite liegt.
Auf der Höhe des Schiffenbergs (vielleicht= Schöf- fenberg), welcher sich beherrschend aus dem damals viel weiter reichenden Wiesecker Walde hervorhob, gründete die Besitzerin des- selben, die Gräfin — Clementia von Glei-
Forstgarten bei Giessen. berg, mit Zustim- mung des Erzbi- schofs Meginer von Tyrier[1129 ein Augustinerkloster, dessen Kirche der Jungfrau Maria geweiht war. Das Klostergut wurde von der Gräfin während ihres Witwenstandes um sechs Dörfer vermehrt, von denen noch drei, Steinbach, Garbenteich(= Gari- warts Eich) und Watzenborn bestehen. Hundert Jahre später wird ein am Fusse des Berges gelegenes Nonnenkloster Cella er- wähnt, über dessen Gründungszeit nichts bekannt ist, von dem sich aber noch schwache Fundamentreste im Walde finden. Ueberhand- nehmende Zuchtlosigkeit der Mönche bewog den Erzbischof Bal- duin von Trier, das Kloster aufzuheben und seinen Besitz dem Deutschherrnorden zu überweisen nebst der Hälfte des Stiftsguts von Cella, während die andere Hälfte beim Eingehen des Nonnen- klosters hundert Jahre später dem Schihenberg zufiel. Der Deutsche Orden bildete daraus eine Ordenskommende, welche bald, wie die alte aus dem 14. Jahrhundert stammende Propstei mit ihrem Erker, mehr noch das jüngere Kommentureihaus bezeugen, zu Reichtum und Ansehen gelangte. Als aber am 24. April 1809 Napoleon im ganzen Gebiet des Rheinbundes, zu dem ja auch Hessen gehörte, den Deutschen Orden aufhob, wurde die Kommende Schiffenberg grossherzogliche Domäne. Jetzt sind die weiten Bau- lichkeiten nebst den umliegenden Ländereien verpachtet und dienen zum Teil zu Restaurationsränmen, welche besonders an Sonntagen aus der Umgegend zahlreich besucht werden. Die sehr alte Kirche ist in der letzten Zeit aus ihrem


