Teil eines Werkes 
[1] (1902) Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stufen : mit ca. 100 Illustrationen und 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer grossen Übersichtskarte / bearbeitet von Heinrich Luerssen, Wetzlar
Entstehung
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Das Wetschaftthal. 25

Umgekehrte Tour Marburg-Kaldern.

Der Elisabethkirche gegenüber gehe man die Ketzerbach auf- wärts bis Marbach, dann links durch den Ort das Thal aufwärts bis zur Chaussee, welche sich hier mit der anderen von Mar- burg kommenden vereinigt und in nordwestlicher Richtung nach Kaldern weiterführt. Will man den angegebenen Waldweg einschlagen, so kreuzt man die Chaussee und verfolgt den Fusssteig in der Richtung derselben, die man bei Kilometer- stein 5 wieder erreicht. Bei Kilometerstein 7,9 schlage man den Fusssteig links neben der Chaussee ein.

Benützt man von Kaldern die Bahn lahnabwärts, so sind die nächsten Haltestellen Sterz- hausen, 27 km Gossfelden 29 km, die beide für Touristen ohne grösseres Interesse sind, Bahnhof Sarnau, 32 km. Unterhalb Sarnau mündet von links her der Wetschaftbach und eröffnet durch sein Thal für die seit 1890 eröffnete Nebenbahn eine bequeme Zuwegung ins Ederthal nach Frankenberg, 26 km. Die Bahn stösst im Bahnhof Sarnau an die Kölbe- Laaspher Strecke, doch gehen 1Ae e. W. Risse Masburg. die Züge von Marburg aus.

Wenn auch das Metschaft- thal unmittelbar landschaftlich nichts Hervorragendes bietet, so lassen sich doch mit Hilfe der Bahn einige schöne und interessante Punkte erreichen. Von Station Wetter, 4 km, führt die Landstrasse in 50 Min. zu dem am Abhange eines gegen das Thal vorspringenden Sandsteinberges wundervoll gelegenen Kirchdorf Mellnau, Gastwirtschaft Busch. Die auf der Höhe des Berges aufragenden Ruinen der gleich- namigen Burg bieten einen prächtigen Ausblick auf den im Osten sich ausbreitenden Burgwald und weithin in das hessische und sauerländische Bergland.

Von Station Münchhausen, 12 km, ist in der gleichen Zeit der sagenumwobene Christenberg zu erreichen, ein runder, 384 m hoher Berg, der Spuren alter Umwallung zeigt. Oben steht ein Kirchlein mit einer Küsterei daneben(Wirtschaft),

Hessenländerin.