SEHENSWUKRDIGKEITENU. DENKMXLER.
Architektonisch interessante Gebäude sind in Gießen mehr- fach vorhanden. Am Brand erhebt sich das alte Schloß, der Typus einer mittelalterlichen Wasserburg, mit dem Heiden- turm, das älteste Gebäude der Stadt aus dem 14. Jahrhundert, in dem einerseits für Hessens kunstfreundlichen Landesherrn ein Absteigequartier geschaffen ist, dessen neustilistische, präch- tige Ausstattung sehr bemerkenswert ist, und andererseits die oben erwähnten Sammlungen des oberhessischen Geschichts- vereins untergebracht sind, das sogenannte neue Schloß, der Saalbau des Landgrafen Philipp, ein hervorragendes Bei- spiel alter hessischer Holzbauten, und das Regierungsgebäude. Ferner die Zeughauskaserne im Empirestil. Am Markt befindet sich das alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, neben ihm ein Bürgerhaus, das Geburtshaus des berühmten Professors Joh. Balthas. Schupp(1610). An Den kmälern ist Schaapers Standbild Justus v. Liebigs, des berühmten Chemi- kers, zu erwähnen; das Kriegerdenkmal von Habicht, ein neu- Gedenktafeln an die Professoren
stilistisches Meisterwerk;
Riegel, Diez, Hillebrand, Credner und Höpfner, des Freun-
des von Goethe.— Der alte Friedhof am Nahrungsberg, lange Zeiten in Benutzung, zeigt prächtige und zum Teil hoch- interessante alte Grabdenkmäler. Die vor kurzem gegebene
Anregung, dem Stifter der Universität, dem Landgrafen Lud- wig V., ein Denkmal vor dem Kollegien- hause der Universität zu errichten, hat freu- dige Anerkennung ge- funden und wird wohl in kurzer Frist durch-
Liebigs Labo-
geführt sein. ratorium in der der Bahnhofstratfze, in wirkte, bietet weite- tes Interesse. Ein Ko- Bau gekauft und wird halle ausgestalten. ten sind bereits be- me werden nach der restauriert werden.
Liebigstraße, nahe dem er lange Jahre sten Kreisen lebhaf- mitee hat den alten es als eine Gedenk- Die baulichen Arbei- endet. Die Haupträu- früheren Ausstattung


