DIE VERBINDUINGEN MIT GlESSE
von Ost und West, Nord und Süd sind überaus günstig, wie in keiner anderen gleich großen Stadt Mitteldeutschlands. Die Stadt liegt an der Hauptverkehrsstraße zwischen Nord- und Süddeutschland. In ihr treffen sich direkte Bahnlinien von Frankfurt nach Cassel- Halle— Berlin und Hamburg mit vor- züglichem Durchgangsverkehr, von Köln, Hagen und Coblenz, Fulda und Gelnhausen. An diese große Linien anschließend überspannt ein enges Gewebe das Land mit Nebenbahnen, überall in der verkehrsreichen Landschaft Handel und Wandel vermittelnd.
Die Nähe der Bäder Nauheim, Homburg v. d. H., Salz- schlirf, Salzhausen, Nassau, Ems und Wildungen und vieler Sommerfrischen auf allen Seiten, im Vogelsberg, Westerwald und Taunus, macht sich im Sommer belebend bemerkbar.
Zu Ende des jahres 1900 hat die Stadt selbst eine elek- trische Bahn gebaut, die den Verkehr vom Hauptbahnhofe durch die Stadt auf zwei Linien, einerseits nach den neuen Kasernen, dem Schützenhof und den daran sich anschließenden großen Waldungen und andererseits nach dem neuen Fried- hof und in der Richtung auf Wieseck vermittelt. Die Bahn ist für den Verkehr der langgestreckten Stadt von hervorragender Bedeutung; ihre Benutzung ist so zahlreich, daß die Renta- bilität des Unternehmens zu erwarten steht. Jedenfalls hat die Straßenbahn den Beweis erbracht, daß die Hauptadern der Stadt ein überaus belebter Verkehr durchflutet. Ihre Fahrt- richtungen sind im Plan durch rote Linien bezeichnet.
Von der Stadt aus ermöxglicht ferner eine Kleinbahn(Bie- bertalbahn, Bahnhof am Neutor) den Besuch des überaus lieb- lichen Biebertals und seines angrenzenden weiten Waldes, wie auch bequemen Zugang zum Gleiberge von der Station Krof- dorf-Gleiberg aus. Weitere Kleinbahnen in Verbindung mit
Gießen sind geplant.


