So bleibt der Gießener Fememordprozeß von 1927 ein warnendes Menetekel für alle, die im vermeintlich nationalen Fahrwasser so weit nach rechts abgetrieben werden, daß sie die Gefahren nicht mehr er- kennen können, vor allem, weil sie heute oft in andersartiger Tarnung auftreten und mit gewandelten Methoden vorgehen. Totalitäre und au- toritäre Regierungsformen sind überall auf der Welt in erschrecken- dem Vormarsch begriffen, aber ihr Auftreten ist kein plötzliches Na— turereignis, darum kann die Lehre aus dem Fememordversuch am Bad Nauheimer Teich- wie aus vielen ähnlichen Vorfällen jener Zeit— nur heißen: Principiis obsta!
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