12 Chriſtliche Leichpredigt. Darnach/ weil ſonſt dein Menſchen durch einen andern weg/ als durch die oberwehnte Goͤtiliche bereitung/ z dieſer groſſen Hertlich⸗ keit zu gelangen/ es gantz und gar unmuͤglich iſt. Das war es/ welches Chriſtus den Kindern Zebedei, die in feinem Reich/ einer ʒur rechten/ der ander zur lincken ſitzen wolten/ gnugſam zu erkennen gab/ ſagend/ das ſiten zu meiner rechten und lincken zu geben/ ſtehet mir nicht zu /ſon⸗
dern dehen es bereitet iſt von meinem Vatter/ Matth. 20. 23. Wie aber hat das Gott gethan? wie hat er das kein Ange geſe⸗ hen/ kein Ohr gehoͤret und in keines Menſchen Hert kommen iſt/ den
Nu. lieben ſeinen bereitet? Antwort /ſolgender weiſe:
Zuforderſt durch Seine/ als des Vatters/ wige erwehlung/ wes⸗ wegen dan die Außerwehlten genant werden Gefäſſe der Barmhertzig · keit/ die er bereitet hat zur Hertlichkeit. Rom. 9. 23. Auff diß Fnnda- ment wird der Richter aller Welt an jenem Tage denen zu ſeiner Rech⸗ ten den Himmel zu erkennen und ſagen/ Kommet her ihr geſegneten meines Vatters/ ererbet das Reich/ das euch bereitet iſt von anbegin der Welt. Matth. 17. 34.
Demnach durch ſeines Sohns theurwehrte Erloͤſung/ als wel⸗ chen er bereitet hat zum Heyland für alle Voͤlcker /Luc.2. z1. und zu einem newen lebendigen wege/ durch welchen wir ſollen in das Himli⸗ ſche Heiligtumb eingehen. Hebr. 10. 20. Welchem er auch zu dem en⸗ de in fulle der zeit einen Leib bereitet hat. verl.ʒ Auff diß hohe gnaden⸗ werck Menſchlicher Erloͤſung/ deutet Chriſtus ſelber/ wan er zu ſeinen Juͤngern ſpricht: In meines Vatters Hauſe ſind viel Wohnungen/ Ich gehe hin/ nemlich durch mein Gyden und Todt/ Aufferſtehung
. und Himmelfarth/ euch die Staͤtte zu bereiten. Und ob ich hingienge/ euch die Statte zu bereiten/ will ich doch wiederkommen/ und euch zu mir nehmen/ auff das ihr ſeit wo ich bin. Joh. 14.2.3. und ſehet mei⸗ ne Herꝛlichteir/die mir der Vatter gegeben hat Jſoh. 14. Endlich durch Seines Geiſtes kraͤfftige verſiegelung/ wovon
12 der Apoſtel klaren bericht ertheilet/ wan er ſchreibet/ der uns zu dem ſel⸗
izen bereitet/ das iſt Gott/ der uns das Pfand/ den Geiſt/ gegeben hat. 3 2, Cor.y. 5. 6 Uſus O dan der groſſen uͤberſchwenglichen gnad/ der hohen uner⸗ 7 Eucha- meßlichen Wolthat daß Gott die Stligkeit uns bereitet hat Ein groſſes riſticus. war es/ daß Gott die Welt bereitete/ und dieſelbe mit allerley Creaturen
auß⸗
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