Druckschrift 
Christliche Leichpredigt, Von der Liebhaber Gottes unaußsprechlicher Himmels-Freude, Bey ansehnlicher Volckreicher Leich-Begängnus, Der Weyland Wohl-Edlen viel Ehr und Tugendreichen Frawen Maria Modesta D'Orville, Des auch Weyland Wohl-Edel, und Hochgelehrten Herrn Friederich D'Orville, Nachgelassener Wittib : Welche Den 18. Januarii, des 1665. Jahrs zu Heidelberg Selig in ihrem Erlöser Christo entschlaffen, und darauff den 23. im Chor der Kirchen zu S. Peter ganz Christ- und Ehrlich zur Erden bestattet worden / Gehalten, und auff begehren in Truck verfertiget Durch Marcum Floccenium, Pfarrern zu H. Geist daselbst
Entstehung
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Chriſtliche Leichpredigt ·

13 anßſtaffirte/ und hernach den Menſchen darein ſette die Welt zubewoh⸗ nen und die Creaturen zugenieſſen/ wie ſolches im 3. Pſalm geruͤhmet/ und im 1. Buch Moſe am 1. cap. außfuhrlich beſchrieben wird · So war es auch ein groſſes/ daß Gott den Ifraeliten einen Tiſch bereitet in der Wuͤſten/ und ihnen Waſſer auß den Felſen und Brot vom Him⸗ mel gabe/ als woran ſie ſelber znvor gezweiffelt hatten. Plalm.. Dabid

kan ſolches wohl erkennen/ deswegen preiſet ers mit danckbarem Ge⸗ muͤhte als eine hohe Wolthat Gottes/ wan er mit dieſen Worten her⸗ auß bricht: Du bereiteſt vor mir einen Tiſch gegen meine Feinde/ du ſa beſt mein Haupt mit Oele und ſchenckeſt mir voll ein/ wie zu leſen im 23. Pſalm/ aber weit weit groͤſſer iſt die Genade/ daß Gott uns bereitet hat eine ſolche Seeligkeit/ die kein Ange geſehen/ kein Ohr gehoͤret und in keines Menſchen Hertz gekommen iſt. Dan ſo etwas zufinden/

das Uſus

in Creus und Trubſal in wiederwertigkeit und verfolgung/ in ſchwerer conſo-

Angſt und Anfechtung/ ja in den letten Todesnoͤthe auſſer dem Waſſer halten/ und unſere Hertzen mit kräfftigem Troſte us, ſiercken und auffrichten/ laben und erquicken kan ſo iſts in warheit die⸗ ſes/ daß wir wiſſen/ Gott habe eine ewige und uͤber allemaſſen wichtige Hertlichkeit fuͤr uns bereitet und beygeleget. Diß war Petri Troſt/ wel⸗ chen er auch andern Glaubigen reichlich mittheilet/ wan er ſchreibet/ das nnvergengliche/ unbefleckte und unverwelckliche Erbe werde ihnen im Himmel behalten/ wie zu ſchen 1. Ep.1. 4. Das war ebenmãſſig Pauli troſt/ daß er wuſte/ daß ihm Gott ſeine Beylage bewaren werde.. Tim. 1. nemlich die Cron der Gerechtigkeit/ und daß ihn GOtt von allem ubel erloſen und ihme zu ſeinem Himliſchen Reich außhelffen werde. 1.Tim. 4. Diß war es/ womit Chriſtus ſelber ſeine forchtſame and klein⸗ muͤtige Juͤnger hertzlich troͤſten und erfrewen wolte/ da er zu ihnen ſag⸗ te: Foͤrchte dich nicht du kleine Herde: dan es iſt ewers Vatters wohl⸗ gefallen/ euch das Reich zugeben/ nemlich das Reich der ewigen Glori und Hertlichkeit. Luc. 12. 32. Hierauß koͤnnen die frommen Armen nicht weniger verſichert ſein/ daß Gott ihnen Brots gnu geben/ und ſie in ihrer armuth/ doͤrfftigkeit und mangel keines weges verlaſſen werde. Dan Gott hat fur Sie die Seligkeit und das e vige Leben bereitet/ en ſo wird er ihnen auch das täglich: Brot verſchaffen und nothturfftige Rahrung zu unterhaltung dieſes Lebens bereiten. Ja ſorget Gott fuͤr die Vogel/ daß er ihnen ein Neſtlein in der fur die . 3 da

n uns das Haupt latori-