chriſtliche Leichpredigt · 5 wuͤſſe Gottes ſind hohe und tieffe Ding uber ſich zu hell/ under ſich zu tunckel fuͤr Augen /die noch nicht volkomlich erleuchtet ſind. Ja was noch mehr iſt/ ſelbſt unſer geiſtliches Gnaden leben/ welches wir hie al⸗ bereit empfangen haben und in uns iſt/ wird geſagt verborgen zu ſein/
der noch uͤbrigen naturlichen verderbnus/
und das theils zwar wegen woruͤber Paulus ſeuffzet und klaget /Rom. 7. theils auch wegen der
ſichtung oder anfechtung des Satans/ worvon Chriſtus redet⸗ Luc. 21 theils endlich wegen der Geiſtlichen verlaſſuug/ worin GOtt ſein CBätterlich Anrlis vor den Seinen eine zeitlang verbirget/ als abzu neh⸗ men auß dem 88 Plalm Gleich wie/ wan die Sonn verfinſtert iſt/ der Mond ſeinen ſchein zu verlieren pfleget/ und wie das Korn unter den Sprewern/ eine Maur unter dem Wintergrün/ und das Ersunter dem Roſt mannigmal bedeckt und verborgen iſt: ey wie ſolte dan das imliſche Frewdenleben den Gʒlaubigen in dieſer Welt nicht vielmehr verborgen ſein? Maſſen paulus klaͤrlich darauff deutet/ waner ſchrei⸗ bet Coloſl. ʒ.3. 4. Ewer Leben iſt verborgen mit Chriſto in GOtt. Wan aber Chriſtus/ ewer Leben/ ſich offenbaren wird/ dan werdet ihr auch offenbar werden mit Ihm in der Hertlichkeit. Auß welchem al⸗ lem dan gnugſam erſcheinet/ die Seligkeit des zukunfftigen ewigen Lebens ſeye ſo uberſchwenglich groß/ daß hie in dieſer Sterblichkeit kein Menſch dieſelbe mit Gedancken erreichen/ viel weniger mit Worten
außſprechen koͤnne
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Moͤgen wir dan nicht billig mit hochſter verwunderung ſagen? Ulus I.
iſt deine guͤte/ die du verborgen haſt denen/ die dich
wie groß/ D Gott/i te foͤrchten/ und erzeigeſt denen/ fur denLeuten auff dichtrawen! auß
demzPſalm. aber auch nicht eine ſehnliche begierde und herzliches Iſus I.
Solte diß verlangen bey uns erwe wie es bey Paulo gethan hat/ wan er ſagt: Ich und bey Chriſto zu ſein/ welches auch viel beſſer waͤre /Phil. 1. 23. und dieſes ebenmãſſig bey andern Glaubigen ſich befunden hat/ als in deren Nahmen der Apoſtel dieſe Bekantnus thut/ wir ſehnen uns nach unſer Behauſuns/ die vom Himmel iſt/ und uns verlanget/ daß wir damit überkleidet werden 2. Cor..⁊.
Enblich troͤſtet euch in Gottſeliger e
und ͤberſchwenglichen Himmelsfrende/ die in mancherley anfech⸗ tung
cken nach ſolchem allerſeligſten Frewdenleben/ habe luſt abzuſcheiden
rwegung dieſer hertlichen Uſus III
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