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chriſtliche Leichpredigt.„ Ohren und Herßen der Menſchen/ wie dan außdrucktich von Stepha- vd/ als er voll H. Geiſtes war habe er den Hiumel
no vermeldet wi offen und die Hernlichkeit Sottes geſehen: Unſer Apoſtel aber redet
von natürlichen und leiblichen Augen/ Ohren und Hertzen der Men⸗ chen. 2. Die vorhin eingefuͤhrte Exempel und Spruͤche thun mir meldung von etlichen wenigen Erſtlingen/ von einem kurtzen unvol⸗ kom̃enen blick und geringen vorgeſchmack des ewigen Lebens/ und von einer Seligkeit in verſicherung und hoffnung/ wie dan auch unſer Ca- rechiſmus es nur einen anfang der ewigen Frende/ ſo der Glaubige in ſeinem Herben alhier empſindet⸗ klärlich nennet: Paulus aber im vor⸗ habenden Teyt verſtehet die gante Ernte/ das immerwaͤrende vollkom⸗ mene Liecht der klaren anſchawung/ und das volle überfluſſige Maͤß der gllerſeligſten genieſſung der unzerſtoͤrlichen Himliſchen Frewde und Herrlichkeit/ ſo die Außerwehlten in jenem Leben haben und ewiglich alſo Paulus mit dieſem Spruch gar nicht zu wieder
beſizen werden. Iſt dem/ was dißfals an andern orten H. Schrifft bezeuget wird. Bleibet demnach diß eine warhafftige unwiedertrei
die Herꝛlichkeit des ewigen Himliſchen Frewden⸗Lebens ſeye ſo uͤber/ na. ſchwenglich groß⸗ daß kein Menſch auff dieſer Welt/ dieſelbe weder mit Gedancken erreichen noch mit worten außſprechen kan. Dan eben das iſts/ welches der Apoſtel in verleſenen Worten unſers Teyts andeuten und maͤnniglich zu erkennen geben will/ wan er ſpricht/ das kein Auge geſehen hat/ und kein Ohr gehoͤret hat/ und in keines Menſchen Hert kommen iſt. Daher berichteter auch/ die worte die er ſelber in ſeiner entzuͤckung im Paradeis gehoͤret/ ſeien unauß⸗ ſprechliche Worte/ die Niemand ſagen kan. 2. Cor. 12. 4. Petrus nennet ſie ebenmaͤſſig eine unaußſprechliche und herꝛliche Ireude 1. Epift. 1.ð. welchem Johannes auch zuſtimmet und ſchreibet/ es ſeye noch nicht er⸗ ſein werden 1. Fpiſt.3.2. Sintemal/ ob ſchon Gott
ſchienen/ was wir ſeinen Kindern gibt ſeinen Geiſt/ der alle Dinge erforſchet/ auch die
tieffe der Gottheit/ und ihnen durch denſelben offenbaret ſeine Geheim⸗ nus: Dennoch ſo lang ſie in dieſer Welt ſind/ ſehen ſie ſolche Dinge anders nicht als in einemn Spiegel Corʒ. Wan ein Menſch am Ufer des Meeres ſtehet und daſſelbe mit fleiß auff und nieder anſiehet/ ſo kan er doch die tiefe/ die lenge/ und breite deſſe ben nicht erſehen/ ſo viel ſiehet er wohl/ das es ein uͤberauß groß Gewaſſer iſt/ wie groß aber es iheu
lich
bliche Lehr/ Doctri-


