14 Chriſiliche Leich⸗Predigt. ſegibt er zu verſiehen mitunem nachdencklichen Wort inder H. Grund⸗Sprache/ welches ſo viel heiſſet/ als wie ein groß Waſ⸗ ſer⸗Fluchuͤberſchwemmen. Von welchen Aengſten die Iſraeli⸗ tiſche Kirch ſaget: Wem ſoll ich dich vergleichen/ damit ich dich treſten mochte? Dann dein Schaden iſt groß/ wie ein Meer/ wer kan dich heilen? Klag⸗Liederꝛ v. 13. Gleichwie man nun die Tropffen in einem groſſen Waſſer nicht zaͤhlen kan: Alſo auch alle Aengſten und Nohten/ ſo auff die Frommen zuſtoſ⸗ ſen/ nicht alle zu beſchreiben. Da findet ſich Schulden⸗ Angſt/ welche David /ñd ſeine bey ſich habende Maͤñer druckte/ Sam B. 22. v.a. Nahrungs⸗Angſt/ wecheinem Men⸗ ſchen wegen deß Zeitlichen hart ʒuſetzet/ dergleichen Leut zu ſeiner Zeit Salomoh vorſich gehabt/ welche ihr Hers ſich aͤngſten laſ⸗ ſen/ wie es in der Welt gehen ſoll /Prediger⸗Buchz vn. Suͤn⸗ den⸗Angſt/ welche den Heiligen offt ſo warm macht/ daß ſie ihnen wie ein ſchwere Laſt/ auff Hals und Hertzen ligt/ Pſalm. 38. verſ.. Sterb⸗und Todes⸗Angſt/ wann nunmehro das letzte Stundlein komit/ und der Menſch Rechenſchafft ge⸗ ben ſoll von ſeinem gefůͤhrten Leben und Wandel/ da haͤuffen ſich allererſi die Aengſten deß Hertzens/ hun ſich weit und breit hervor/ daß denſelben niemand ſteuren kan.
Was hier vor Raht? Wiehat man ſich unter denſelben hervor ʒu bringin⸗ Menſchliche Kraͤffte ſind da viel zu gering/ es gehoͤret ein allmaͤchtige Hand darzu/ nach welcher ſich der ge⸗ aͤngſtigte David wendet und bittet ferner Fuhre mich auß meinen Noͤhten auß meinen preſſuren und beſchwerten/ die mich drucken wann da kom̃t der Tag deß Grimmes ⸗ ein Tag
der Trubſal und Angſl/ Zephan 1.v. 5 da dergleichen Wort in


