Auß dem28. Pſalm. v. 16. 17.18. 37
Daß er ſo aͤngſtiglich bitiet/ iſt vors ander die Urſach/ dieweil er elend/ egenus& pauper, nicht eben leiblicher Weiß in Armuth ſtecke/ wie er dann auch ſonſten in ſeinem exilio mehr⸗ mals nit viel uͤbrigs gehabt/ daß er um̃ Lebens⸗ Mittel anſprechen laſſen bey Abimelech /. Sam.x.v.z beym Nabal/ Sam. a6. v.8 ſondern inſonderheit ſein geiſtliches Armuth an Tag gibt/ daß er eines betruͤbten demuͤtigen und ʒerſchlagen Hertzens ſey/ welches ſich G Dtt in Gnaden annehmen und heilen werde. Solitatius plus diligitur, pauperrimus plus doletur, ſaget einer auß den Alten: Den Einſamen liebet man mehr/ deß Armen erbarmet man ſich mehr. Bey GDtt findet dieſes Statt/ der iſt nahe bey denen die zubrochenes Hertzens ſind/ und hilfft denen die zuſchlagen Gemuͤht haben Pſalm. 34. v. 19. Chriſtus unſer Heyland ſaget: Selig ſind die da geiſtlich arm ſind/ dann das Himmelreich iſt ihr. Selig ſind die da Leyd tragen/ dann ſie ſollen getroͤſtet werden/ Matth.j. v. 3. 4.
Weiter beklagt ſich der König David: Die Angſt meines Hertzens iſt groſt. Min iſt anders nicht zu Much/ will er ſagen/ als einem/ der vom Feinde in einer Stadt oder Ve⸗ ſtung belagert iſt/ daß er weder auß noch ein weiß/ in welchem Verſtand das Wort/ in ſeiner Sprach befindlich Zaròth ge⸗ brauchet wird im ⁊8. Capitel deß 5. Buch Moſis v. 53. da ſie⸗ het. Deine Feinde ſollen dich draͤngen und aͤngſten in allen dei⸗ nen Thoren. Dder will ſeine Aengſten vergleichen/ der Angſt einer Gebaͤrerin/ davon der Prophet ſaget: Meine Lenden ſind voll Schmertzen/ und Angſt hat mich ergrirffen/ wie eine Ge⸗ baͤrerin/ Eſa. x. v. z. da niemand helffen kan als G Ott allein/ ſolche Beaͤngſtigung und Einſtrengung falleihn an/ daß er gleichſam eingeſperꝛet und eingeſ— ſch. Deroſelben
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