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Das Stadtbild von Goslar im Mittelalter / Karl Frölich
Entstehung
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aber sowohl 1803 wie 1868 ebenfalls der Ostteil der Bäckerstraße. Ursprünglich galt sie wohl für das ganze, in erster Linie gärtnerisch genutzte untere Stadtgebiet im Stephanibezirk nördlich der Brei- ten Straße. Statt der Kohlstraße kommt auch die auf einen Perso-| nennamen zurückgehende Alberstraße vor, statt der Springerstraße| die Schachtrupstraße, für die dasselbe gilt.

Von den beiden Westostverbindungen zwischen Brüggemann- straße und Springerstraße in Gestalt der Gundenstraße und der Rosenstraße ist die erstere benannt nach einem Angehörigen der Familie Gunner oder Gunder, in deren Besitz sich anscheinend ein hier belegenes Vorwerk, die sog. Guntkenburg, befand. Vereinzelt ist von ihr im 18. Jahrhundert als der Straße unter H. Heinsius Hause die Rede. In der Rosenstraße ist im Jahre 1493 ein Haus von Tilen Rosen nachweisbar. Doch muß in diesem Falle unentschieden bleiben, ob der Straßenname nach dem Personennamen oder der letztere nach dem ersteren gebildet ist. 4

Die unterste Querverbindung zwischen Breiter- und Bäcker- straße, die Vorwerkstraße, verdankt ihren Namen einem in der Nachbarschaft zu suchenden Vorwerk des Stiftes St. Georgenberg. Offenbar dreht es sich um eine erst später entstandene Straße, da im 16. und 17. Jahrhundert für sie noch die BezeichnungNeue_. Straße gebraucht wird.

Mit der Dedeleber- oder Vorwerkstraße, nicht mit einer der bei- den Kirchenstraßen, dürfte die Kettenstraße im Stephanibezirk, die platea juxta Cathenam, die‚strate, dar de kedene vore hanget, zusammenfallen, die der Gegend im Kohlgarten angehört, doch ist bei ihr volle Klarheit nicht zu erzielen. 4

Nördlich der Bäckerstraße sind als Wegezüge zwischen ihr und der Mauerstraße noch zu erwähnen der zuerst 1578 vorkommende Freudenplan, von dem schon die Rede war, die Spitalstraße, deren

Namen ganz jung und ihr erst nach der Erbauung des neuen städ- ine weitere, früher über das

tischen Krankenhauses beigelegt ist, e Grundstück des Krankenhauses laufende, unbezeichnete Straße, die

auf den vorhandenen Karten keinen Namen trägt, sowie endlich

die hier bis zur Mauerstraße durchgeführte Verlängerung der

Springerstraße.

7. Der Bezirk der Reperstraße am Heiligen Grabe. Neben dem Bergdorf am Rammelsberge gab es noch einen zwei-

ten Außenbezirk, der als Gerichtsstätte einer besonderen kleinen

Vogtei im Mittelalter Bedeutung gewonnen hat. Es ist die Umgebung