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Marktkirchhof, dem sog. Bäckermarkt, lagen. Sie erstreckt sich als eine der längsten Straßen Goslars vom Beginn des Frankenberges durch Markt- und Stephanikirchspiel bis fast zum Breiten Tor.
Vom Schuhhof aus nach Osten zu folgte im Marktbezirk als Parallelstraße zur Hokenstraße und mit dieser in einer nicht nur räumlichen Verbindung stehend die Fischemäkerstraße, wie schon erwähnt, die Straße der Fischhändler, von deren Mitte der Gose- winkel im Bogen zur Bäckerstraße hinlenkt. Zwischen der Mitte der Hokenstraße von der Nachbarschaft der Scharfrichterei aus und dem Gosewinkel verlief an der Nordseite des Neuen Marktes die heute verschwundene Fenstermäkerstraße, die nach dem Haus eines Tidericus oder Fricke Fenstermäker(Fricke Lysen) benannt ist. Möglicherweise griff diese Bezeichnung auch auf den Ostteil der Vogt-Konradstraße über. Von der gleichen Gegend aus führte die Berstraße von der Hokenstraße zum Fleischscharren.
Als Querverbindung zwischen der oberen Breitenstraße und der Bäckerstraße östlich des Gosewinkels ist noch um die Mitte des 18. Jahrhunderts die Pfannenführerstraße bezeugt. Sie tritt seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts als Pfannhecke auf und ist erst nach 1890 durch die Überbauung des Grundstücks Breitestraße 98 ge- schlossen.
Die Straße, die zuerst im 15. Jahrhundert als vicus Eylerdes (Eylers, Elers) im Wortzinsbuch erscheint, nimmt ihren Ausgang von der Bäckerstraße her von einer hier im 16. Jahrhundert betrie- benen Pfannenschmiede— daher zuweilen auch der Straßennamen by Pansmed henyn—, in ihr ist der Wohnsitz eines Pfannen- führers, also eines Fuhrmanns, der die Erzeugnisse der Pfannen- schmiede abfuhr, zu suchen. Bei dem späteren Namen Pfannhecke dürfte an eine Zusammensetzung mit-hagen zu denken sein. Die Änderung ist wohl eingetreten, als man die frühere Bezeichnung nicht mehr verstand. Merkwürdigerweise läßt sich noch eine ganze Reihe anderer Benennungen für die Pfannenführerstraße(Pfann- hecke) belegen wie Riemer-, Riemenschneider-, Rauhriemerstraße nach einem Handwerker, der sich hier dem Sattlerhandwerk wid- mete. Ferner ist der Name Teufelsgasse überliefert, der sich wahr- scheinlich auf ein Mitglied der Bürgerfamilie Teufel(Duvel) bezieht. i
Den Übergang vom Marktbezirk zum Stephanikirchspiel be- wirkt in dieser Gegend die Sommerwohlenstraße, an die sich nach der Mauerstraße zu der Große und der Kleine Vogelsang anglie-


