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Das Stadtbild von Goslar im Mittelalter / Karl Frölich
Entstehung
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die Wortstraße. Ferner kommen noch die Domstraße, die Kanin- chenstraße und die Schwiecheldtstraße in Betracht.

Die Stobenstraße hält bis heute an ihrer alten Bezeichnung fest nach dem ehemals in ihr betriebenen Marktstoben. Die Straße ‚Am Gemeindehof trägt ihr Schild zu Unrecht. Sie deckt sich mit der seit der Mitte des 13. Jahrhunderts nachweisbaren Straße am Im- migehof(Ymmigehof, Edighehof, Einigehof, Meinihof, Menehof, Meningeshof), nach dem sich die Patrizierfamilie Ymmigehof nannte. Aus dem nicht mehr verstandenen Menehof ist vielleicht im Hinblick auf die Nähe des. Marktes und der hier vorhandenen Bäulichkeiten im Besitz der Stadt, derGemeindehof gewor- den. An dem Gemeindehof, an dem sich später das Gildehaus der Kürschner erhob, sind anscheinend auch die Sitze der Ketelboter, der Kesselflicker, zu suchen, die hier ihre Arbeits- und Verkaufs- stätten hatten.

Der Wortstraße wurde bereits gedacht.

Die Domstraße, die ebenfalls eine Verbindung nach demMün- ster vermittelt, taucht zuerst in einer Urkunde aus dem Jahre 1254 auf, sie ist seitdem ständig zu belegen.

Der Name ‚Kaninchenstraße ist jung, er entstammt, soweit ich sehe, dem Ausgang des vorigen Jahrhunderts. Möglicherweise be- steht ein Zusammenhang zwischen der Kaninchenstraße und einer um 1716 unweit von ihr bezeugten Kaldaunenstraße. Die Bezeich- nung könnte ihr Aufkommen der Nachbarschaft der Knochen- hauerstraße verdanken. Eine Ableitung von dem im 14. Jahrhun- dert bezeugten Familiennamen Caldunen ist dagegen kaum anzu- nehmen.

Die Schwiecheldtstraße an der Ostgrenze des Marktbezirks ist benannt nach dem in ihr befindlichen Hofe der Herren von Schwie- cheldt.

An dem Orte des Zusammentreffens der Schwiecheldt- und der ebenfalls noch dem Marktbezirk angehörenden Knochenhauer- straße(Diekmanschen Straße) begegnet die öfters erwähnte Golde- ne Pforte(porta aurea), vielleicht eine in ihrer baulichen Aus- stattung bemerkenswerte Toranlage, nach der die Schwiecheldt- straße auch den Namen An der Goldenen Pforte oder Goldene Straße trug. Weitere Bezeichnungen für die Schwiecheldtstraße sind Cäcilienstraße und Himmelreichstraße nach der an der oberen Kornstraße gelegenen Cäcilienkapelle(Sixtillienkapelle) zum Him- melreich im Besitz des Zisterzienserklosters Walkenried. Vorüberge-

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