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Die Goslarer Straßennamen : ein Beitrag zur städtischen Verfassungstopographie des Mittelalters und zur vergleichenden Straßennamensforschung ; mit einem Stadtplan / von Karl Frölich
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3. Sonstige Niederschriften.

Einige Erträge liefern noch die Immobilienbücher der Pfarren aus dem 18. Jahrhundert,??) eine Reihe von Bürgerlisten*®) sowie eine Turmwächterordnung von 1786(T. O.)

Sodann verdient Beachtung das Goslarer Brandversicherungs- kataster aus dem Jahre 1770, das im Braunschweigischen(jetzt Niedersächsischen) Staatsarchiv in Wolfenbüttel aufbewahrt wird und von dem eine Abschrift für das Goslarer Stadtarchiv ange- fertigt ist.*')

"Weiter ist von Belang ein Kantonregister von. 1803, das eben- falls Aufschlüsse über die vorhandenen Straßenzüge gewährt.*?)

Wertvolle topographische Hinweise enthalten schließlich einige Goslarer Chroniken, die in die Wolfenbütteler Bibliothek verschla- gene Chronik des Hans Geismar aus dem 16. Jahrhundert®) und die dem Goslarer Stadtarchiv überlassene Brandessche Chronik aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.

b) Karten.

Während über die Zustände in der Umgebung Goslars eine An- zahl von Karten, die bis in das 16. Jahrhundert reichen, unterrich- tet,**) und während auch einige ältere Zeichnungen vorhanden sind, die Goslar aus der Vogelschau zeigen, die aber für topographische Untersuchungen ausscheiden, fehlt es bis in die Neuzeit hinein an eigentlichen Stadtgrundrissen, die sich in dieser Richtung auswer- ten ließen. Zur Verfügung stehen nur vier Stadtpläne, von denen drei aus den Jahren 1803 und 1804 stammen, während der vierte in seinem Kern vielleicht etwas früher anzusetzen ist, aber eben- falls kaum über die letzten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts zu- rückgeht.

Bei dem zuletzt erwähnten Stück dreht es sich um eine hand- gezeichnete Karte unbekannter Herkunft in der Größe von 47%x31,5 cm, die sich in dem Niedersächsischen Staatsarchiv in Wolfenbüttel befindet(III 123b). Daneben kommt ein im Stadt- archiv Goslar aufbewahrter Plan aus dem Jahr 1803 im Maßstab von 1:1000 in Betracht, der nach dem Übergang Goslars in preußi- schen Besitz von dem Conducteur Thieler angefertigt ist. Von ihm liegt eine Umzeichnung in verjüngter, auf den Maßstab 1:3000 ge- brachter und ergänzter Gestalt vor in einem Grundriß von B. J. Hering aus dem Jahre 1804, der ebenfalls dem Stadtarchiv Gos-

2 Frölich, Goslarer Straßennamen