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Die Goslarer Straßennamen : ein Beitrag zur städtischen Verfassungstopographie des Mittelalters und zur vergleichenden Straßennamensforschung ; mit einem Stadtplan / von Karl Frölich
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das, was für die Beurteilung ihres Werdens und Wesens wichtig ist, geboten worden.

Ich beabsichtige, dabei so zu verfahren, daß nach einigen Be- merkungen über die vorhandenen Unterlagen handschriftliche Quellen, Karten und Erscheinungen des Schrifttums zunächst die Fragen besprochen werden, die sich auf die Entwicklung des Stadtgrundrisses von Goslar und die Entstehung des Ortes aus einer Mehrzahl von topographischen Sonderbildungen sowie auf die spä- teren Änderungen in diesen Verhältnissen beziehen, soweit sie für die Zwecke der Strn.-Forschung von Belang sind.

Ein weiterer Hauptabschnitt soll in Ergänzung des im Vorste- henden Berührten ein nach der Buchstabenfolge geordnetes Ver- zeichnis der mittelalterlichen Strn. mit Nachweisen und Erläuterun- gen bringen, womit sich auch einige grundsätzliche Erörterungen zur Namengebung verknüpfen. Den Strn. ist eine Anzahl sonstiger Ortsangaben beigefügt, die für die Beurteilung der Führung der Wegezüge und für die Straßennamengebung Stoff beisteuern.

Abschließend soll endlich ein Vergleich gezogen werden zwi- schen dem Straßennetz des Stadtkerns im späteren Mittelalter und dem der Gegenwart. In diesem Zusammenhang wird auch den Spu- ren ehemaliger Wegeverbindungen nachzugehen sein, die sich außerhalb des neuzeitlichen Straßennetzes im heutigen Stadtgrund- riß erhalten haben.

Ill. Die Unterlagen. a) Handschriftliche Quellen.

Wegen der hauptsächlich ins Gewicht fallenden handschrift- lichen Quellen des Goslarer Stadtarchivs(Urkunden, Stadtbücher sowie ähnliche Aufzeichnungen) im allgemeinen wird verwiesen auf G. Cordes,Schriftwesen und Schriftsprache in Goslar (Hamburg 1934), S. 113/4.

1. Urkunden.

Die Urkunden bis zum Jahre 1400 sind abgedruckt in dem Ur- kundenbuch der Stadt Goslar und der in und bei Goslar belegenen geistlichen Stiftungen Bd. I1V, Geschichtsquellen der Provinz Sachsen 29/32(Halle a.S. 18931905), hrsg. v. Georg Bode, Bd. V, Geschichtsquellen der Provinz Sachsen 45(Berlin 1922), hrsg. v. Georg Bode und Uvo Hölscher.?®) Zu betonen ist da- bei aber, daß seit dem Erscheinen des ersten Bandes des UB. mehr