| IE
El
138
die Hand des Rates gelangt sei. Nach der Urkunde sollen, wie Neuburg annimmt, die Herren von Steinberg dem Rate von Goslar eine Schuldverschreibung über 200 Mark, die von den Sechs- mannen herrührte, überantwortet und ihn zugleich in ihrer Herren, der Herzöge Albrecht und Otto von Braunschweig, Forst-, ding und Gericht eingewiesen haben. Allein Neuburg hat diese Urkunde mißverstanden, sie enthält, worauf Bode bereits aufmerk- sam gemacht hat"), nichts von einer Einweisung des Rates in die herzoglichen Forstdinge und Gerichte, wie solche den Herren von Steinberg zugestanden hatten, sondern besagt nur, daß die von Steinberg dem Rat zu Goslar den Brief, der von den Sechs- mannen des Rammelsberges über 200 lötige Mark für sie aus- gestellt war, übergeben haben und„dat we den vorgenannten rad vor der hocheboren fürsten, unser herren, hertoghen Albrechtes und hertoghen Otten, hertoghen to Brunswich, vorstinghe und gerichte by unsem Knechte Boden hebbet ghesat an de stücke unde on des gheantwordet laten, de uns an dem vorscrevenen breve der vorbenanden sesmanne vorbrevet unde vorwillekoret sind in alleme rechte alse uns de vorbrevet....... sint.“ Es ist also die Rede von einer Verhandlung vor dem braunschweigischen Forstgerichte, in welcher der Rat als Erwerber einer Forderung der Herren von Steinberg in die diesen zustehenden Rechte ein- gewiesen wird. Welche Angelegenheit in Frage kommt, ist aus dem jetzt vorliegenden urkundlichen Material unschwer fest- zustellen. Es handelt sich um 200 Mark Silber, die den Sechs- mannen ursprünglich von dem Bürger Hans von Bilstein und dessen Gattin Kunne geliehen waren?) und für die sich der Rat auf Ersuchen der Sechsmannen verbürgt hatte®). Die Forderung, die nach der Urkunde vom 28. III. 1360*) von den Sechsmannen „bewiset“ war„an usen drifhütten unde verschhütten, an useme deste, an des berges kopperroke unde an unser der sesmanne huse......“, ist nach dem Tode Hans von Bilsteins auf seine
’
Gattin, ihren zweiten Gemahl, den Ritter Burchard von Steinberg,
) H.Z. 1892 S. 343.
2) Dem Anscheine nach ist die Schuldsumme erst allmählich zu dieser Höhe angewachsen. Vgl. U.B. IV 452, 471.
SEUNBS IV 929:
SLUB IVE 690:


