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Verfolgt man an Ort und Stelle die Grenzen des Berggerichts'), so ist noch heute unschwer zu erkennen, daß zwischen der Stadt und dem Rammelsberge eine nicht unerhebliche Landfläche übrig blieb, welche von der Stadt durch die Abzucht, die nur bis ober- halb Goslar die Grenze des Berggerichts bildete, getrennt wurde. Dieses Gebiet lag also, von der Stadt aus gesehen, jenseits der Abzucht, während es sich nach der Bergseite zu bis zu den Grenzen des Berggerichts hin ausdehnte. Hier befand sich das jetzt verschwundene Bergdorf und die Kirche Johannis des Täufers, Mm diesem Bezirke wohnte, wie Bode?) mit gutem Grunde annimmt und worauf schon die Lage und Benennung der Ansiedlung deuten, der Hauptsache nach die Bergbau treibende Bevölkerung von Goslar, und hier wird auch die Mehrzahl der Mitglieder der Goslar eigentümlichen Korporation der Interessenten am Bergbau, der Montanen und Silvanen, ihre Niederlassung gehabt haben?°)?®).
Bode°) hat nun überzeugend dargetan, daß das Gericht dieses
I) Die Grenzen des Gerichts ergeben sich aus Art. XIX der Berg- ordnung, wo es heißt:„De vorvestede man de scal hebben vrede van dem berge went an der kindere bornen water, dat dar utvlut, unde also vorder alse de Agetucht vlüt ut deme Rammesberge wente boven de stat unde an dat dal, dat de Pannenstich het.“ Daß hier das Berggericht gemeint ist, zeigt eine Vergleichung mit Art. 130 des Bergrechts(Vaterl. Archiv 1841 S. 312):„Welk man de in der stad vervestet is de scal vrede hebben in dem vorste vnn in deme richte des Rammesberges. dat is van deme Rammesberge went an der kinderbornen dar dat water vt vlut. vnn dar beneden wente be- neden den schirensten. vnn also vorder alse de aghetucht vlut vt deme Rammes- berge wente bouen de stad. vnn weder dar vp went an de stenkameren. vnn van dennen buten den grauen de vmme dat berchtorp vnn bouen sente Johanse hen gheyt bet an den panstich. vnn den panstich al vp wente bouen den bornen dat de penneke het. Dat dal vnn de grunt al vp went ouer den windenwech in den eselwech. vnn van dennen hinder den Rammesberch ouer wente wedder an der kinderbornen.“
2) U.B. I Einl. S. 50, II Einl. S.48f..
3) Über die Korporation der Montanen und Silvanen in Goslar s. Gierke, Deutsches Genossenschaftsr. I S. 442—444, 455, 456, Neuburg S. 286 f., Bode U.B. II Einl. S.48£..
4) Wegen der Lage des Bergdorfs und der Johanniskirche vgl. Mund S. 120, Meyer, Hereyn. Archiv S. 193 Anm. 25, Wolff, Kunstdenkmäler S. 165, 166. Vgl. ferner die von Jacobs H. Z. 1870 S. 70—111 erläuterte alte Harzkarte(H. Z. 1870 zwischen S. 304 und 305).
SUB: F Ein S: 508, IH Hinl. S: 75,76:
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