öffnungen am östlichen Thurm der Unterburg ist für dessen Erbau- ungszeit im Anfange des 16. Jahrhunderts um so untrüglicher, als man diese Form sehr bald wieder aufgab. Siehe Fig. 3 u. 4 auf Tafel VI.
Tafel V. Fig. 1. Aufriss der Ostseite der Unterburg mit Andeutung des zerstörten und nicht mehr vorhandenen abgetreppten Giebels, und mit Restauration des Haupteingangs. In der Höhe von 0,70 m über der Thüröffnung war eine Inschrift angebracht, die leider dort nicht mehr vorhanden ist, sich aber jetzt über dem schmalen Nebeneingang an dem Hauptfahrthor der Ringmauer(Siehe Tafel VIII Fig 2) befindet, wohin sie bei den Veränderungen im Anfang dieses Jahrhunderts ver- setzt worden sein mag.(Siehe Seite 46.)
Fig. 2. Genaue Abbildung des Steines und der Inschrift mit der Jahreszahl 1517.
Senkrecht über dem Eingange befand sich in dem dritten Stock- werk eine Pechnase oder Machieulis; rechts unten dicht am Eingange ein Lugloch, welches zugleich als Schussloch benutzt werden konnte.
Fig. 3. Das Rolshausen’sche Wappen am Thorthurme der Stadt Staufenberg.
Fig. 4. Das Wappen der Schaben und das Wappen derer von Rau zu Holzhausen, mit der Jahreszahl 1401.
Tafel VI. Fig. 1. Aufriss der Südseite der Unterburg mit An- deutung des zerstörten 4. Stockwerks und des fehlenden Daches. Ein alter Mann aus Staufenberg erzählte dem Unterzeichneten im Jahre 1830:„er habe die Unterburg noch ganz erhalten gekannt, sie habe an der Nordseite drei, an der Südseite vier Stock gehabt, und es hätte oben herum ein Kranz von Zinnen mit Lauf dahinter, die Thürmelen an der Nordseite und ein anderer ebenso die beiden Eckthürmchen mit dem Mittelthurme auf der Südseite verbunden.“
Dem entsprechend ist die Ergänzung entworfen.
Fig. 2—4. Schiessscharten am östlichen Thurm.(Siehe Seite 63.)
Tafel VII. Fig. 1. Grundriss des Erdgeschosses der Unterburg. Durch den Eingang a trat man zunächst in eine hohe sehr geräumige Halle A, deren flache Decke von vier Säulen gestützt war, wie dieses die Anordnung von den Fachwänden in den obern Stockwerken noth- wendig machte. Zwei grosse und ein kleines Fenster an der Südseite erhellten die Halle, aus welcher ein weiter offener Eingang b zu der orossen Wendeltreppe E in dem Hauptthurme führte, während gleich


