| | J r f | 1}
a
Amt als Aufseher und Wirth. Gegenwärtig wird jährlich eine kleine Summe auf Erhaltung der Oberburg und der Unterburg nebst Garten- anlagen verwendet, so wurden 1879 einige Fenstergestelle in der Unter- burg neu eingesetzt, ebenso 1882 an der Nordseite und zugleich zwei Zimmer neben dem Saale hergerichtet, leider ohne Rücksichtnahme auf die ursprüngliche Anlage. So erklärt sich der gegenwärtige Zustand der Unterburg und ihrer Umgebung.
Erläuterungen zu den Plänen und Abbildungen.
Tafel I. Fig. 1, Situationsplan der Oberburg und der Unterburg. Fig. 2 und 3, Grund- und Aufriss der Reste des Palas der Oberburg. (Siehe deren Erklärung Seite 39.)
Tafel II. Ansicht der Oberburg Staufenberg von der Nordseite gesehen im Jahre 1828, mit noch zwei(der Seite 40 erwähnten) Eck- thürmchen.
Tafel III. Ansicht der Ruine der Unterberg von der Nordseite, mit dem Eingang in den Mittelstock, im Jahre 1829 gezeichnet.
Tafel IV. Ansicht eines Theils der Ostseite der Unterburg. Die Spitzbogenthür im Vordergrunde ist der Eingang zum alten Pferdestalle. Der darüber sichtbare Eingang in den Thurm wurde erst 1840 gebrochen als der damalige Besitzer, Kaufmann Tasche, sich dort ein Zimmerchen einrichten liess. Der Zinnenkranz und die Profile der Zinnen am Thurm sind bezeichnend für die Zeit von 1500—1550, ebenso ist dieses die ovale Form der Schussöffnungen, deren eine in der Mitte des Thurmes noch gut erhalten ist.
Als nämlich die Belagerer im Laufe des 15. Jahrhunderts grosse und kräftiger wirkende Geschütze zu bauen begannen, womit sie die bisherigen dünnen Schildmauer-Platten zertrümmerten, wurden diese dicker gemacht und fast in die Mitte der Mauer zurückgeschoben, so dass die Scharten eine trichterartige Form erhielten, welche die Mündung des Ge- schützes möglichst sicherte, dessen Richtung seitwärts gestattete und durch den schrägen Ausschnitt(embrasure) den Abzug des Rauches erleichterte. Siehe Fig. 2 auf Tafel VI, dann machte man im Anfang des 16. Jahrh. die Schussöffnung oval, trichterförmig und mit Gliederungen, um die Kugeln der Belagerer abzuweisen. Diese Form der Schuss-


