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Geschichte der großherzoglich hessischen Stadt Staufenberg und ihrer beiden Burgen : Festschrift sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge von Hessen und bei Rhein Ludewig IV zum 25. August 1883 gewidmet von Rektor und Senat der Landesuniversität / nach den Quellen bearbeitet von Josef Maria Hugo von Ritgen
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burg Staufenberg, vor der Zerstörung durch seine Schweden zu schützen.*) Otto starb schon 1675 und am 18. Mai desselben Jahres wurde Ignaz belehnt.

Die weitern Schicksale der Reste der Oberburg Staufenberg gibt der Grossh. Hess. Pfarrer Welcker zu Kirchberg mit folgenden Worten an:

Lange Jahre war die Ruine durch Gestein, Gebüsch und Dornen nicht zugänglich. Aber seit 1844 hat die hohe Staatsbehörde einen Weg dahin anlegen, die Ruine mit Bäumen und Gesträuch besetzen lassen und sie selbst durch Reparaturen möglichst vor weiterm Verfall geschützt.

Fin Zusammenhang der obern Burg mit der Befestigung der un- tern Burg und der Befestigung der Stadt Staufenberg ist noch deutlich erkennbar.

Nach allen Leiden im dreissigjährigen Kriege kam zu Ende des 17. Jahrhunderts eine bessere Zeit für die Stadt Staufenberg, und als die Landgräfin Elisabetha Dorothea von Hessen als Vormünderin ihres Sohnes Ernst Ludwigs, den Bitten der Stadt nachgab und ihr an dreien Tagen jeden Jahres einen offenen Markt zu halten gestattete, hob sich die Stadt wieder etwas.(Die gedruckte Urkunde ist vom 19. Juli 1680 und befindet sich ein Abdruck derselben noch unter den Akten auf dem Rathhause zu Staufenberg.)

Aber schlimmer noch als im dreissigjährigen Kriege hatte die Stadt Staufenberg im siebenjährigen Kriege(17561763) zu leiden, besonders während der Zeit der französischen Besatzung in Giessen und Umgegend. Auf dem Rathhause zu Staufenberg werden noch zahlreiche Verzeich- nisse aller Contributionen, Beraubungen und Beschädigungen, welche die Stadt damals erleiden musste, aufbewahrt.

Ein letztes grosses Unglück für die Stadt aber war der grosse Brand am 11. November 1796, welcher fast alle alten Häuser daselbst vernichtete. Daher trägt nun eine ganze Reihe damals neu errichteter Häuser die Jahreszahl 1797 und 1798.

Die weitere Geschichte der Unterburg Staufenberg.

Zu Anfang des Jahres 1616 war Christoph von Rolzhausen, jülich- scher Rath, Christophs Sohn, jül. Linie, Gemahl der Catharina v. Paland

*) Uebrigens war, nach der Zerstörung der Oberburg, die Unterburg nicht mehr

zu schützen und kaum noch als ein festes Haus zu betrachten, daher keinem Feinde gefährlich.

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