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In der Understen Wanderung hat es zwischen der Saulen und Gibbelmaur herunder geschlagenn, die Saul um ettwass ge- trehet undt denn ganzen Gibbel zerschellet. Dass sich dass Ge- mauerts 3 Zoll dick von der Mauer abgeben, nothwendiglichen wird ausszuflicken.“
Darunter steht von anderer Hand geschrieben:
„Weil der Regen und die Vögell an der Frucht im Haus Stauffenburgk schaden thun, hab ich berührten ob beschriebenen schaden zu repariren. Die Tram und Buch seint auch bereits in Arbeit, und werden sich dessen Lohnes halber behandeln lassen, so der Baumeister hieher kommt. Das wird ohngefährlich an dreissig gulden laufen;
Nole der Zimmerman berichtet, bei seinem gedenken habe nun das Unwetter zu Stauffenburgk in’s hauss zum fünfte mal eingeschlagen.“
Dieser Bericht stimmt mit unseren Seite 39 u. 40 ausgesprochenen Meinungen, dass das hohe Haus vier Stockwerke, zwei hohe steinerne Giebel und von Tragsteinen getragene und durch Säulen und Durch- züge gestützte Balkendecken gehabt habe.
Noch eine dritte Urkunde vom Jahre 1607 ist uns erhalten. Landgraf Ludwig V(1604—1626) hatte seine Regierung nach Giessen verlegt, residirte in dem 1570 neu erbauten Schloss auf dem Brand und verlegte die Canzlei in das alte Schloss am Haidenthurm. Im Jahre 1607 gründete er die Universität; Am 20. April desselben Jahres schrieb er folgenden Brief:
„An Renthmeister zu Giessen. I Soll Balthasar Mainzer das Stück Hauses: Hanss Caspar
Schaben den hain umb das Schloss Staufenberg und ein Garthenn
einräumen.“*)
Ludovicus.
„Lieber setreuer. Dies ist der Anschlag und abmessung über das Stück Hauss und Platz, so unser professor zu Giessen D. Balthasar Maintzer von uns käuflich begert, zuverlässig vorstelt worden welchen Du hiebei copeilich wirst zurück empfangen.
*) Ist Aufschrift des Biefes aussen.
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