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Geschichte der großherzoglich hessischen Stadt Staufenberg und ihrer beiden Burgen : Festschrift sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge von Hessen und bei Rhein Ludewig IV zum 25. August 1883 gewidmet von Rektor und Senat der Landesuniversität / nach den Quellen bearbeitet von Josef Maria Hugo von Ritgen
Entstehung
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Wofern nun gedachter D. Mainzer bewusstes Hauss und Platz ausserhalb der Stadt, wie wir im Anschlag vorbehalten, um die angeschlagenen 325 fl. behalten will. Dessen Du Dich mit Vor- zeieung des Anschlags bey Ihme zu erkundigen; Sind wir zu- frieden, dass er es einnehme und seinem Vornehmen nach alsbald darin bauen möge. So wollen wir Ihme den Platz dazu, welchen unser Hausverwalter wird mit Bedacht abstecken lassen doch mit dem Vorbehalte, dass wenn wir bewusstes Haus und Platzes zu begern vor Uns nothwendig wird, bedingen, dass er seinen er- bieten nach, gegen entrichtung des Kaufgeldes des Unweiger!. jeder Zeit erbötig wird, abstehen will.

Wir seind auch zufrieden dass Hanss Caspar Schaben den

Hain umb das Schloss zu Staufenberek darwesen uns jährlich

ein halben fl. verrechnen wird. Desgleichen des Vertrags so das

Jährlichs 41/2 alb. zinsset, bis dass es unser wird, abschläglich

vorgeblichen Verbrauchs und nothig werden.

Derohalb Du Ihme dieselbe ausräumung und diesen vermelten

Zins in Deiner Ampts Rechnung bey den Zinsen vorangeregter

sestalt zu notiren.

Derselbe.e Dat. Umbstadt 10. Aprilis 1607. Rentmeister zu Giessen.*)

In den Beiträgen zur Chronik der Schaben, welche C. F. Günther, Bilder aus der Hessischen Vorzeit, S. 384 gibt, findet sich der oben- erwähnte Hans Caspar Schaben nicht, wohl aber kommt seit 1578 Cas- par Friedrich Schaben mehrfach in den Urkunden vor. Derselbe wurde am 6. Juli 1598 von Landgraf Ludwig IV mit den Schabenschen Lehen belehnt, und zur selben Zeit vermählt sich Agnes Elisabeth von Schaben zu Staufenberge mit Heinrich von Rodenhausen. Bald aber muss es Streitigkeiten in den Familien auf Staufenberg gegeben haben, wie nach- stehende eulturhistorisch interessante Urkunde aus dem Darmstädter Archiv beweist:

(Auf deren Decke steht: Erste Cession Caspar Friedrichs Schaben und seiner Hausfrauen über den Hof zu Staufenberg. Dat. 31. Martü A. 1609.)

*) Schon 1561 hatte Landgraf Philipp der Grossmüthige einen Rentmeister und Baumeister in Giessen, diesen befielt er am 20. April 1561 von Ziegenhain aus, an seinem alten Schloss in Giessen eine Dachreparatur vornehmen zu lassen.