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Geschichte der großherzoglich hessischen Stadt Staufenberg und ihrer beiden Burgen : Festschrift sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge von Hessen und bei Rhein Ludewig IV zum 25. August 1883 gewidmet von Rektor und Senat der Landesuniversität / nach den Quellen bearbeitet von Josef Maria Hugo von Ritgen
Entstehung
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das der obg. Graeffe Johann uns die selben somme eeltes wid-

derum gegeben, unde damitde den vorge. sinen halben teil an Stauffen-

berg von uns an sich gelosset hait, unde darumb so sagen wir uch solicher huldunge, globde unde eide gentzlich qwiet, ledie unde loiss.

Geb. zu Aeschaffenburg am Freitage noch unser frouwen tage eonceptionis, a. d. MÜCCCXLVI. Orig.

Der Belehnung des Landgrafen Ludewig I von Hessen durch den Abt von Hersfeld, folgte 1434 die weitere durch die Aebte Johann und Hermann von Fulda mit den Ziegenhainischen und anderen Lehen. (Wenck III p. 231.)

Die wichtigste Urkunde in Bezug auf Staufenberg ist aber jene vom 13. Nov. 1450,*) wodurch der Abt Heinrich zu Fulda den Land- grafen Ludwig I zu Hessen mit allen den ehemaligen Lehen der Grafen v. Ziegenhain, namentlich mit Burg, Stadt und Herrschaft Nidde, der Fuldischen Mark in der Widderau, mit Sternfels und seiner zugehorunge, mit Stauffenberg, Burgk und Stadt und Iren zugehorungen, mit der Vogtei zu Crunfelt und Burgkharts, mit der Stadt Alsfelt, der Burg Aldenburg etc. belehnt.

So kamen die Grafschaften Ziegenhain und Nidda nebst den schönsten Theilen der Wetterau an Hessen. Der Landgraf Ludwig aber reiste in demselben Jahre 1450 nach Rom, wo ihm der Papst Nicolaus VI am grossen Jubiläumsfeste, als dem Würdigsten, die geweihte goldne Rose verlieh und ihn denFriedensfürsten nannte. Allgemein bekannt ist ferner, dass während seiner Regierungszeit(14131458) das Con- cilium zu Konstanz(14141418) stattfand, und dass die Buchdrucker- kunst durch Johann Gutenberg 1438 in Mainz erfunden wurde.

Bei einem Besuche von Staufenberg am 16. Juni 1883 fand ich auf dem Rathhause daselbst die Original-Urkunde, worin Landgraf Lud- wig der Stadt Staufenberg, nachdem sie ihm gehuldigt, verspricht, sie bei ihren hergebrachten Freiheiten und Gewohnheiten zu lassen.(Das STOSSe Siegel von Ziegenhain hängt sehr beschädigt an.) D. 10. Mai 1450.

Wir Ludewig von gotis gnaden Lanterawe zu Hessen bekenn vor uns und unser erben und nachkomen fürsten des Landis zu

Hessen offentlich in diesem brieffe vor allen luten. Als der edel

) Schannat, Clientel. Fuld. p. 207 No. 30 und bei Wenck III. U. B. 248 No. 298,