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allez daz er itzunt hat, oder noch gewinnet, an burgen, an steden, an landen und an luten, daz sal allez uf uns vallen, un uf unser erben, wir geloben ouch mit truwen, one aller slachte bose list, daz wir ewickliche, deme selben, Greven Gotfride, un sinen Kin- der, ob ime Got Kint verliet, sulen helphen triweliche wider einen iklichen der da lebet ane widerz riche und daz selbe sol er vns
Ion 2... W.
Die darin erwähnte Zerstörung des„huses zu Gemunden“ begründet sich darauf, dass im Jahre 1278, als der Erzbischof Werner von Mainz den Streit gegen Landgraf Heinrich fortsetzte, die verwittwete Gräfin Hedwig von Ziegenhain und ihr Sohn Gottfried dem Bischof ihren Bei- stand versprachen und sich dafür ein Burglehen auf Amöneburg er- theilen liessen. Der Landgraf aber eroberte ihr Schloss zu Gemünden an der Strasse d. i. Burg-Gemünden und zerstörte es.
Die Vermählung. der zweiten Tochter Mechtilde des Landerafen Heinrichs I muss also schon vor dem 29. Juni 1283 geschehen sein, ihr Gemahl Gottfried V von Ziegenhain starb aber 1304, und Mechtild wurde dann 1315 die Gemahlin Philipps III von Falkenstein.
Gewiss ist, dass Mechtilde schon 1283 im Besitz eines Theiles der Burg Staufenberg war, den andern Theil erwarb sie als Wittwe im Jahre 1305 um 350 Mark von Elisabeth von Falkenstein, gebornen Gräfin von Ziegenhain.
Im August 1296 wurde Staufenberg von Kaiser Adolf von Nassau belagert. Die Veranlassung dazu war folgende: Landgraf Heinrichs I zwei Söhne erster Ehe, Heinrich und Otto(von Adelheid von Braun- schweig) machten schon bei Lebzeiten ihres Vaters Ansprüche auf die Regierung eines Theils des Landes, weil sie eine Begünstigung ihrer Stief- brüder fürchteten; darüber entstand Streit mit dem Vater, dem der Kaiser Adolf(1291—1298) sehr gewogen war. Dieser schlichtete daher den Streit laut einer am St. Ulrichstage 1296 zu Frankfurt ausgestellten Urkunde; danach sollte der junge Landgraf Heinrich auf einen Theil von Hessen verzichten, dagegen aber den Theil zu Marburg, Grünberg, Giessen, Merlau, Homburg, Nordeck, Biedenkopf, Frauenberg und Wetter mit Zubehör erhalten. Sein Bruder Otto aber wollte von einer Theilung der Art nichts wissen, verliess das Schloss zu Biedenkopf und begab sich nach Amöneburg zu seinem Schwager Gottfried V von Ziegenhain.
Inzwischen war Landgraf Heinrich I schwer erkrankt, so dass


