14
Söhnen beider; doch kam bald ein Vergleich zu Stande, dessen Urkunde sich bei Wenck II. p. 184 findet und so lautet: 1258°%).„Als sich Irrungen zwischen Graf Gottfried IV weil. Graf Bert-
1)
4) 5) 6)
7) 8)
9)
10)
holds Sohn von Ziegenhain, und Graf Ludwig II von Ziegenhain, weil. Graf Gottfrieds Sohn, um etliche Schlosse, Städte etc. zu-
getragen, So sind dieselben durch Erzb. Gerhart zu Mainz, Bischof
Simon zu Paderborn, und die Aebte zu Fulda und Hersfeldt ver- tragen worden:
Soll Graf Ludwig seines Vaters Erbschaft behalten, ausser die Vogtei zu Gemünden, die er mit seinem Vetter Graf Gottfried um das Gericht zu Rodheim und Widersheim mit ihren Zugehörungen, die Mannschaft ausgenommen, verwechselt habe;
soll Graf Gottfried freistehn, die Vogtei zu Fulda mit 175 Mark Silber von Graf Ludwig zu lösen;
soll Graf Ludwig uff alle Forderung, so er an seinen Vetter wegen Staufenberg, Rauschenberg, Treysa, Gemünden, Schlidessen und Liebesberg gemacht, renunciren; doch sollen die Lehnmannen zu berührten Schlossen gemein sein;
Die von ihrem Vetter angeerbten Lehen sollen active et passive gemein sein;
von den eröffneten Lehen bekommt jeder die Hälfte;
die Samtlehen sollen nach des einen Tod auf den andern fallen, excepto der darauf liesenden Verschreibungen, so etwa ihren Müt- tern oder Gemahlinnen geschehen; im Kriege sollen sie einander beistehen;
keiner des andern Feinde herbergen;
Graf Gottfried mag zu Nidda bei Graf Ludwig und Graf Ludwig mag zu Ziegenhain bei Graf Gottfried bauen, keiner aber den andern, oder der Strasse, zum Schaden.
Die sich entspinnenden Irrungen sollen durch Schiedsrichter bei- gelegt werden.“
In diesem und in den folgenden Jahren dauerte der Krieg über
die Thüringischen Erbfolge mit wechselndem Glücke fort, aber es darüber an zuverlässigen Nachrichten. Gewiss ist, dass der neue bischof von Mainz, der streitbare Werner v. Eppenstein auf einer
*) Urkunde Wenck II pag. 184.
fehlt Erz- » Kir-
—


