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Die Eheschließung des deutschen Frühmittelalters im Lichte der neueren rechtsgeschichtlichen Forschung, Ergebnisse und Ausblicke / von Karl Frölich
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Verwertung außerrechtlicher Quellen einen immer breiteren Raum einräumt und daß ſie namentlich auf die Herſtellung einer beſtändig engeren Verbindung mit Sprachwiſſenſchaft und Volkskunde drängt. Aber wie ſich mit der Hilfe dieſer Diſziplinen rechtlich bedeutſame Einſichten erzielen oder vertiefen ließen, ſo iſt umgekehrt auch die Rechtsgeſchichte, der jene Nachbarwiſſenſchaften hilfreich zur Hand gehen, in der Lage, das Empfangene mit Zinſen und Zinſeszinſen zurückzuerſtatten 1¹⁰). Sache der Sprachwiſſenſchaft und der Volks⸗ kunde wird es ſein, jetzt ihrerſeits die Erkenntniſſe, welche die rechts⸗ geſchichtliche Forſchung vermittelt hat, auszumünzen und damit aus dem Geſagten für ihren Bereich die Folgerungen zu ziehen.

110) v. Schwerin, Die Volkskunde uſw. S. 16 und Anm. 54 daſ. Die neuerdings gepflogenen allgemeinen Erörterungen über Weſen und Ziele der Volkskunde(Spamer, Um die Prinzipien der Volkskunde, HeſſBlV. XXIII, 1924, S. 67 108; Schwietering, Weſen und Aufgabe der deutſchen Volkskunde, Deutſche Vierteljahrsſchr. für Literaturwiſſenſch. u. Geiſtesgeſch. 5 S. 748 765; v. Geramb, Zur Frage nach den Grenzen, Aufgaben und Methoden der deutſchen Volkskunde, ZVV. 37/8, 1927, S. 163 181) ergeben für die rechtliche Volkskunde keinen nennenswerten Ertrag.

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