70. Wernher, Guſtav Adolf, ſtud. med. aus Mainz, imm. 22. Oktober 1825, geb. daſelbſt 19. März 1808 als Sohn des am 7. Juni 1827 in Darmſtadt verſtorbenen Geheimen Staatsrats Johann Wil⸗ helm Wernher, ſtudierte vom 26. Oktober 1827 bis Oſtern 1829 in Heidelberg, von da bis Oſtern 1831 in Berlin, abſolvierte in Gießen die ärztlichen Prüfungen, wurde 4. Auguſt 1832 zum Doktor promo⸗ viert, war von 1834 an praktiſcher Arzt und Phyſikatswundarzt in Offenbach a. M., wurde 5. Februar 1835 außerordentlicher Profeſſor und Aſſiſtenzarzt der chirurgiſchen Klinik, 21. Februar 1837 ordent⸗ licher Profeſſor und Direktor der chirurgiſchen Klinik, 7. November 1845 zugleich Profeſſor der pathologiſchen Anatomie, 10. Juli 1851 „Direktor des akademiſchen Hoſpitals im Ganzen“, erhielt eine Reihe hoher Orden und 15. Oktober 1860 den Charakter als Geheimer Medizinalrat, war 1849 und 1874 Rektor der Univerſität, trat 1. Mai 1878 in den Ruheſtand, ſiedelte darauf nach ſeiner Vaterſtadt Mainz über und ſtarb dort 14. Juli 1883. Hieß bei den Studenten in Gießen„der Kalif“. Vgl. über ihn Allg. Deutſche Biographie Bd. 42, S. 80.
71. Weyell, Jakob, ſtud. jur. aus Ober⸗Ingelheim, imm. 22. Oktober 1825, geb. 24. Dezember 1805 auf der Neumühle zu Nieder⸗ Ingelheim, Bruder des Nr. 31 genannten Peter Weyell. Abſolvierte das juriſtiſche Studium in Gießen, wirkte ſpäter als Advokat in Frankfurt a. M.; verheiratete ſich dort, trat in den Dienſt der Thurn⸗ und Taxis'ſchen Poſt als Reviſor und ſtarb etwa 1853.
72. Weyprecht, Philipp Karl Wilhelm, ſtud. med. aus Gießen, imm. 25. Oktober 1825, geb. daſelbſt 22. Februar 1809 als Sohn des Chirurgen Weyprecht. Beteiligt an den in den Jahren 1832 bis 1835 ſtattgehabten hochverräteriſchen und ſonſtigen damit in Verbin⸗ dung ſtehenden verbrecheriſchen Unternehmungen, entging er der Ver⸗ urteilung durch den am 22. April 1835, mittags zwiſchen 12 und 1 Uhr eingetretenen Tod.
73. Wörner, Franz, ſtud. jur. aus Münſter(Kreis Dieburg), imm. 30. November 1827, geb. daſelbſt 11. April 1806 als Sohn des Lehrers Franz Wörner, wurde 1. Juni 1840 Landgerichtsaſſeſſor ohne Stimme in Schlitz, 27. November mit Stimme in Alsfeld, 7. April 1846 Hofgerichtsſekretär in Gießen, ſpäter(etwa 1848) Stadt⸗ gerichtsaſſeſſor daſelbſt, 19. März 1856 Oberſteuerrat im Finanz⸗ miniſterium zu Darmſtadt und ſtarb daſelbſt 12. Januar 1879.


