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ging voraus, Thorwart 2 Schritte hinter ihm, hielt das Gewehr in der Richtung nach dem Vorausgehenden, der Hahn blieb am Geländer hängen, ſchnappte zu, die Schrotladung ging Kraft in den Rücken. Nach 2 Stunden war er eine Leiche. Der Tod erfolgte 5. September 1836 vormittags zwiſchen 10 und 11 Uhr.
17. Kredel, Georg Jakob, ſtud. theol. aus Untermoſſau i. O., imm. 31. Oktober 1827, geb. daſelbſt 18. Juni 1808 als Sohn des Landmanns Adam Kredel, erhielt nach verſchiedenen Verwendungen als Pfarrvikar am 28. Februar 1843 die Pfarr⸗ und Schulſtelle zu Wilsbach im heſſiſchen Hinterland definitiv, bekam mit ſeiner Ge⸗ meinde, da er eine Draufgängernatur war, bald Anſtände. Man brachte ihm eine Katzenmuſik, was zur Folge hatte, daß er einen der Muſi⸗ kanten dermaßen mit einem Knüppel bearbeitete, daß er flüchtig gehen mußte und nach Amerika auswanderte(etwa im Jahre 1845), wo er in Pittsburg im Staate Alleghany Pfarrer wurde. Nach einem Briefe eines Sohnes(ebenfalls Pfarrer) iſt er vor vielen Jahren (Jahr unbekannt, da der Brief verloren gegangen) bei einem Eiſen⸗ bahnunglück verbrannt.
18. Piſtorius, Karl Chriſtoph, ſtud. foreſt. aus Göppingen (Württemberg), imm. 26. Oktober 1827, geb. daſelbſt 24. März 1808 als Sohn des Kameralverwalters Piſtorius, wurde nach der Relega⸗ tion im Herbſt 1829 in Tübingen immatrikuliert, gehörte der dortigen Burſchenſchaft an, war ſpäter Profeſſor an der land⸗ und forſtwirt⸗ ſchaftlichen Akademie in Hohenheim und zuletzt Gutsbeſitzer in Ober— enſingen, wo er 12. Mai 1859 ſtarb.
19. Sartorius, Friedrich Georg, ſtud. theol. aus Hohenſolms, imm. 18. März 1826, geb. daſelbſt 16. Januar 1808 als Sohn des Fürſtl. Solms⸗Lichiſchen Oberförſters Sartorius, beſtand 1830 in Gießen die theologiſchen Prüfungen, wurde 18. Oktober 1833 Pfarr⸗ vikar in Eich, 22. Auguſt 1837 Pfarrer in Neu⸗Iſenburg, 14. Juli 1843 in Hitzkirchen, 5. Juli 1852 Garniſonspfarrer in Darmſtadt und 2. Juni 1863 Pfarrer in Roßdorf, wo er 2. Dezember 1865 ſtarb. War während ſeiner Dienſtzeit in Hitzkirchen von 1850 an Mitglied des Bezirksrats des Kreiſes Nidda und Landtagsabgeordneter (bis Ende 1856) des Wahlbezirks Ortenberg, ſowie ſeit 18. Auguſt 1856 Inhaber des Ritterkreuzes I. Klaſſe des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen.


